{"id":115,"date":"2007-12-09T12:40:43","date_gmt":"2007-12-09T11:40:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=115"},"modified":"2010-01-27T15:26:27","modified_gmt":"2010-01-27T14:26:27","slug":"ashtanga-die-acht-glieder-disziplinen-des-yoga","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2007\/12\/ashtanga-die-acht-glieder-disziplinen-des-yoga\/","title":{"rendered":"ashtanga &#8211; acht Glieder, Disziplinen des Yoga"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\"><a title=\"pict0029.JPG\" href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/12\/pict0029.JPG\" rel=\"shadowbox[sbpost-115];player=img;\"><img class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/12\/pict0029.thumbnail.JPG\" alt=\"pict0029.JPG\" \/><\/a><a title=\"dahlie-weiss.jpg\" href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/12\/dahlie-weiss.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-115];player=img;\"><\/a><\/p>\n<p align=\"justify\">An dieser Stelle wird hier der Versuch unternommen nicht Yoga &#220;benden, und im Besonderen den Yoga praktizierenden\u00a0die\u00a0acht Stufen des Yoga<span style=\"color: #800000;\"><strong> &#8211; a s h t a n g a &#8211;<\/strong><\/span> nach einer kleinen Einf&#252;hrung in die Materie des Yoga n&#228;her zu bringen. Zumal meiner Ansicht nach der Begriff ashtanga vor allem in dem zur Zeit stattfindenen Yoga-hype sehr verzogen wird.<\/p>\n<p align=\"justify\">Yoga ist ein bew&#228;hrter, jahrtausende alter, indischer Weg zur umfassenden Gesunderhaltung, bewussteren Lebensf&#252;hrung und Selbsterkenntnis des Menschen. Yoga ist sowohl ein sanfter Weg der K&#246;rperert&#252;chtigung f&#252;r den K&#246;rper als auch eine Hinf&#252;hrung zum klaren, toleranten Denken und Handeln.<\/p>\n<p align=\"justify\"><!--more--><\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #800000;\">Yoga bedeutet, dass alle Lebensbereiche im Gleichgewicht und harmonisch aufeinander abgestimmt sind. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">Zum Yoga geh&#246;ren K&#246;rperhaltungen und -bewegungen (Asanas), &#220;bungen zur Entwicklung und Vertiefung der Atmung (Pranayama), Entspannungs- und Konzentrations&#252;bungen, sowie Meditationen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der K&#246;rper wird bewusster wahrgenommen, gekr&#228;ftigt, beweglich gehalten und Stress abgebaut. So w&#228;chst allm&#228;hlich die F&#228;higkeit, im Alltag bewusster und gelassener zu reagieren. Sowohl der K&#246;rper als auch der Geist werden gest&#228;rkt und gefestigt.<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #800000;\">Der K&#246;rper wird als Tempel betrachtet, als Teil der Natur, &#8211; des gro&#223;en Ganzen. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">Genauso sorgsam wird gem&#228;&#223; alter &#220;berlieferungen auf dem Weg zu seinem eigenen Selbst, wie auch dem gro&#223;en Ganzen &#8211; die Welt in der wir Leben &#8211;\u00a0 ge&#252;bt, sorgsam und mit Bedacht mit allem umzugehen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dies umfasst \u00a0genauso die Ern&#228;hrung und Lebensf&#252;hrung. Der Versuch, oder die &#220;bung darin bestehende Ungleichgewichte wieder ins Lot zu bringen und dadurch die Selbstheilungskr&#228;fte des K&#246;rpers in Gang zu setzen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Nachstehend wird der geschichtliche Hintergrund von Yoga,\u00a0 sowie dessen Disziplinen erl&#228;utert, die sich erg&#228;nzen zu einem\u00a0 harmonischen Zusammenspiel von K&#246;rper Geist und Seele.<\/p>\n<p align=\"justify\">Es wird weiters auf die &#220;berlieferungen ( Veden ) eingegangen. Diese setzen sich einerseits aus \u201eGeh&#246;rtem&#8220; im subtilerem Sinne zusammen, verstehen sich auch als Werkzeug, um auf dem philosophischen Wege, durch praktische Lehrb&#252;cher, Betrachtungen oder Erkenntnissen das Leben und die Natur zu verstehen, um dem &#220;benden eine Unterst&#252;tzung auf seinem Weg zu bieten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #800000;\">Das Erleben und Erfahren er&#246;ffnet sich jedem Aus&#252;benden selbst als Geschenk des Lebens.<\/span><\/p>\n<p align=\"center\"><em>\u201eYoga kann am besten durch Yoga erkannt werden, den Yoga wird durch Yoga offenbar. &#8222;<\/em> [1]<\/p>\n<p>[1] <em>Yoga Bhasya III-6<\/em><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #800000;\">Yoga- der historische Hintergrund<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Aus den Veden erfahren wir, dass Hiranyagarbha (Brahm) der urspr&#252;ngliche Lehrer des Yoga war.Aber als ein System wurde der Yoga erst durch Patanjali, den gro&#223;en Denker und Philosophen, in seinen Yoga-Sutren, einige Zeit vor Beginn der christlichen &#196;ra, erkl&#228;rt.<\/p>\n<p>Das Yoga-System ist eine der sechs Schulen der indischen Philosophie die entwickelt wurden, um Kosmos, der individuellen Seele und der Beziehung zwischen beiden zu ordnen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Wort \u201eYoga&#8220; bedeutet in der Umgangssprache \u201eMethode&#8220;. Im technischen Sinn hei&#223;t es zugleich \u201eanjochen&#8220; oder Vereinigung&#8220; der individuellen Seele mit der &#220;berseele oder Gott. \u201eAnjochen&#8220; bedeutet soviel wie \u201everbinden&#8220; oder \u201ezusammenbinden&#8220; und \u201esich unter das Joch (Schulung) stellen&#8220;.<\/p>\n<p align=\"justify\">In diesem Zusammenhang bedeutet das Yoga-System eine \u201emethodische Schulung&#8220;, die einerseits \u201eViyg&#8220; (Losl&#246;sen) oder Trennung der individuellen Seele von Gem&#252;t und Materie und andererseits \u201eYog&#8220; oder ihr Anjochen an Brahman (kosmische Weltenseele) anstrebt.<\/p>\n<p align=\"justify\">Deshalb kann es auch nach der Suche des G&#246;ttlichen im Menschen verstanden werden. Dabei werden das k&#246;rperliche und das geistige Sein auf ihre wesenhafte und gemeinsame Grundlage zur&#252;ckgef&#252;hrt, auf die Basis und das Substrat dessen, was sichtbar und unsichtbar existiert.<\/p>\n<p align=\"justify\">Yoga Methoden stellen sich somit als System dar, das Mut, Disziplin und Ausdauer erfordert, um die Beherrschung des K&#246;rpers, der st&#228;ndigen Gedankenflut,\u00a0 und des Egos zu erlangen und somit Vollkommenheit zu erlangen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Kurzum stellt Yoga ein Werkzeug zur Neuorientierung und Vervollkommnung des Geistes im Menschen, dem verlorenen Bereich seines wahren Selbst dar.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u00a0<\/p>\n<h3><a title=\"_Toc148004669\" name=\"_Toc148004669\"><\/a><span style=\"color: #800000;\">Die acht Stufen (ashtanga), Disziplinen des Yoga<\/span><\/h3>\n<p align=\"justify\">Die Yoga Sutras des Weisen Patanjali (geb. 200 v. Chr.) beschreiben Yoga als Methode zur Beruhigung des Bewusstseins und zum Umgang mit geistiger und k&#246;rperlicher Energie. Er beschreibt ach Glieder (Stufen) des Yoga als Schritte zur geistigen Reinigung, dies schlie&#223;lich zur Erleuchtung f&#252;hren.<\/p>\n<p>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<strong>GLIED\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 BEDEUTUNG\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/strong><\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Yama<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">Befolgung von ethischen Geboten<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Niyama<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">Befolgung von Verhaltensrichtlinien<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Asana<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">&#220;bung der Positionen zur St&#228;rkung und Schulung von K&#246;rper und Geist<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Pranayama<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">Lenkung der Atmung und Lebensenergie<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Pratyahara<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">Losl&#246;sung, Befreiung von der Macht der Sinnlichkeit<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Dharana<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">Konzentration, geistige Ausrichtung auf ein Ziel<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Dhyana<\/strong><\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">Meditation<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\"><strong>Samadhi<\/strong><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"205\" valign=\"top\">\n<p align=\"center\">Unbeschreibliches Gl&#252;cksgef&#252;hl allumfassenden Bewusstseins<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p align=\"justify\">Obwohl die verschiedenen Arten des Yoga ein Ziel haben &#8211; die Erkenntnis und Verwirklichung des Brahman oder reinen Bewusstseins als des Menschen wahres Sein, unterscheiden sie sich in der Art und Weise ihrer Praxis. Allen gemeinsam ist aber die Art der Vorbereitung durch &#220;bungen, die Disziplin der so genannten acht Glieder <span style=\"color: #800000;\">(ashtanga).<\/span><\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #800000;\">Diese sind zur Reinigung und zum Eindringen in die tieferen Bereiche des Yoga unerl&#228;sslich.<\/span><\/p>\n<p>Wie bereits vorgenannt angef&#252;hrt bestehen diese aus:<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #800000;\">1.) Y a m a &#8211; <\/span><em>\u201eYama enth&#228;lt zehn Vorschriften:<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0I.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<span style=\"color: #800000;\"> <\/span><\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Ahimsa<\/span>\u00a0-Nichtverletzung anderer Lebewesen<\/em><\/p>\n<p><em>II.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Satyam<\/span>\u00a0&#8211; Wahrhaftigkeit<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0III.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Asteyam<\/span>\u00a0&#8211; Begierdelosigkeit<\/em><\/p>\n<p><em>IV.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Brahmacharya<\/span>\u00a0&#8211; Keuschheit<\/em><\/p>\n<p><em>V.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Ksama<\/span>\u00a0&#8211; Geduld<\/em><\/p>\n<p><em>VI.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Dhriti<\/span> -Tapferkeit<\/em><\/p>\n<p><em>VII.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Daya<\/span>\u00a0&#8211; Barmherzigkeit<\/em><\/p>\n<p><em>VIII.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Arjavam<\/span> &#8211; Schlichtheit<\/em><\/p>\n<p><em>IX.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Mitahara<\/span>\u00a0&#8211; Gen&#252;gsamkeit in der Nahrung<\/em><\/p>\n<p><em>X.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Saucam<\/span>\u00a0&#8211; Reinheit des Denkorgans und der Reinheit<\/em><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>2.) <span style=\"color: #800000;\">N i y a m a &#8211;<\/span> <\/em><em>dies besagt hingegen Annahme, Pflege, Beachtung und Entfaltung bestimmter Tugenden und das Unterhalten guter Gef&#252;hle sowie die Aufnahme dieser Tugenden in das eigene System.<\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">\u00a0<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #800000;\">Niyama<\/span> enth&#228;lt ebenfalls zehn Gebote:<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0I.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Tapah<\/span> &#8211; Enthaltsamkeit, wie Fasten und dergleichen<\/em><\/p>\n<p><em>II.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Santosha<\/span> &#8211; Zufriedenheit<\/em><\/p>\n<p><em>III.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Astikyam<\/span> &#8211; Glaube an die Veden<\/em><\/p>\n<p><em>IV.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Danam<\/span> &#8211; Mildt&#228;tigkeit<\/em><\/p>\n<p><em>V.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Pujanam<\/span> &#8211; Anbetung Gottes<\/em><\/p>\n<p><em>VI.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Sravanam<\/span> &#8211; Studium der heiligen Schriften<\/em><\/p>\n<p><em>VII.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<span style=\"color: #800000;\"> <\/span><\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Hri<\/span>\u00a0&#8211; Nichtausf&#252;hrung schlechter Handlungen aus <\/em><em>Schamgef&#252;hl<\/em><\/p>\n<p><em>VIII.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Mati<\/span>\u00a0&#8211; Ausrichtung des Denkens auf h&#246;here Erkenntnisse <\/em><em>und &#220;bungen gem&#228;&#223; shastra (Schrift, <\/em><em>Lehranweisung)<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0IX.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Japa<\/span> &#8211; Rezitation von Mantras<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0X.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Hutam<\/span> &#8211; Opferkult<\/em><\/p>\n<p><em>XI.\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 <\/em><em><span style=\"color: #800000;\">Vrata<\/span> &#8211; Die Beachtung der religi&#246;sen (vorgenannten) <\/em><em>Regeln im Allgemeinen<\/em><\/p>\n<p align=\"center\"><em><span style=\"color: #800000;\"><strong>Somit bezeichnen diese beiden Worte zusammengenommen die Ablehnung des &#220;bels einerseits, und die eifrige Pflege und Annahme des Guten andererseits.<sup>2<\/sup><\/strong><\/span> <\/em><\/p>\n<p>2M.P. Pandit<\/p>\n<p><em>Kundalini Yoga<\/em>: &#8211; M&#252;nchen: Drei Eichen Verlag, 1985. Vgl. S.62<\/p>\n<p>ISBN 3-7699-0440-0<\/p>\n<p align=\"justify\">3.) <span style=\"color: #800000;\">Asana <\/span>-das Wort \u201easana&#8220; hat zwei Bedeutungen: Sitz wie auch Haltung oder Stellung bei der Yoga-&#220;bung. Es ist eine weitere &#228;u&#223;ere Hilfe in der Yoga-Praxis. Ein Asana muss stet, fest, angenehm und bequem sein, um den K&#246;rper w&#228;hrend der &#220;bung ruhig und zugleich wach zu halten.<\/p>\n<p align=\"justify\">Diese K&#246;rperstellungen sind bei der Aus&#252;bung des Yoga besonders vorteilhaft, weil sie dem K&#246;rper festen Halt \u00a0geben und ungehemmte Zirkulation der Lebensenergie erm&#246;glichen. Jeder muss selbst herausfinden, welche Stellung f&#252;r ihn am vorteilhaftesten ist.<\/p>\n<p>In der vollkommenen Stellung bilden Wirbels&#228;ule und Kopf eine senkrechte Linie, der K&#246;rper bewegt sich nicht und das Denkorgan befindet sich in einem Zustand der Ruhe und Ausgeglichenheit.<\/p>\n<p align=\"center\"><em>\u201e Halte den Oberk&#246;rper: die Brust, den Nacken und den Kopf aufgerichtet, und b&#228;ndige im Herzen die Sinne zusammen mit dem Gem&#252;t. Der Weise &#252;berquert mit dem Floss Brahmans all die machtvollen Str&#246;me der Welt.&#8220;<\/em> 3<\/p>\n<p align=\"left\"><em>Svetasvatara Upanishade, Kapitel II, Shalok 8<\/em><\/p>\n<p align=\"center\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Vorteile der Asanas<\/span><\/strong><\/p>\n<p>Sie sind nicht nur eine Hilfe bei der Kontrolle des Gem&#252;ts. Der stetige Asana bringt viele Vorteile mit sich, die sich wie folgt darstellen:<\/p>\n<p><strong><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000;\">Physische Vorteile:<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Muskulatur und das Arteriensystem kommen in Ordnung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Der ganze K&#246;rper wird mit Gesundheit, St&#228;rke und strahlender Vitalit&#228;t geladen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Das Nabelzentrum des K&#246;rpers wird erhitzt, was der Verdauung zutr&#228;glich ist. Die Pranas oder Lebensenergien im K&#246;rper funktionieren regelm&#228;&#223;ig und rhythmisch.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Furchtlosigkeit, Standhaftigkeit und Willenskraft kommen von selbst.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Man erwirbt Kontrolle &#252;ber den K&#246;rper und ist nie erm&#252;det, deprimiert oder niedergeschlagen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Man empfindet eine innere Freude und geistige Spannkraft und das Gesicht strahlt Gesundheit aus.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\"><span style=\"color: #800000;\">Mentale Vorteile:<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>Das Gem&#252;t wird stetig und wohl ausgerichtet, man erwirbt die Gewohnheit mit konzentrierter Aufmerksamkeit zu arbeiten.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Geistige Frische.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Rasches Verstehen und Klarsicht.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Entfaltung der Vorstellungskraft und Hilfe beim Konzentrieren der Aufmerksamkeit oder \u201edhyan&#8220;.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Die Gewohnheit tiefen und konzentrierten Denkens &#252;ber sonst schwerverst&#228;ndliche spirituelle Probleme.<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"justify\">4.) <span style=\"color: #800000;\">Pranayama &#8211;<\/span>die Gewohnheit, bewusst tief zu atmen, ist eine gute &#220;bung f&#252;r die Atmungsorgane und sichert eine freie Blutzirkulation. Die Atmung besteht in der abwechselnden Ausdehnung und Zusammenziehung. Einatmung (Purak), Ausatmung (rechak).<\/p>\n<p>Jedem Atemzug folgt innerlich eine kurze Pause (kumbhaka).<\/p>\n<p align=\"justify\">Notwendig ist es zu wissen was Pranas (Lebensenergien) sind, ferner ihre Funktionen und &#252;ber ihr Wirken. Damit verwandte Dinge empfangen Informationen.<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #800000;\">Hitze, Licht, Elektrizit&#228;t, Magnetismus, Gravitation usw. sind alles Erscheinungen von Prana.<\/span><\/p>\n<p>Atmung erzeugt<strong><em> Prana<\/em><\/strong> (einatmen, Aufw&#228;rtsbewegung); wo kein Prana. Da kein Leben.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><em>Apana<\/em><\/strong> (ausatmen, Abw&#228;rtsbewegung) unterst&#252;tzt das Verdauungssystem durch die nach unten flie&#223;ende Tendenz. Es wirkt in der Region unterhalb des Nabels. Sein Sitz ist der Nabel (Verdauungssystem, N&#228;hrstoffversorgung&#8230;). Es verbreitet sich nach allen Seiten und ern&#228;hrt den K&#246;rper insgesamt.<\/p>\n<p>In der Hatha Yoga Pradipika wird gro&#223;en Wert auf die Yoga-Atmung gelegt (Bauchatmung), denn \u201e alles Leben existiert nur von einem Atemzug zum anderen&#8220;, und es heisst:<\/p>\n<p align=\"center\"><em><span style=\"color: #800000;\">\u201e Wer halb atmet, der lebt nur halb.&#8220; 4<\/span><strong> <\/strong><\/em><\/p>\n<p>4 Hatha yoga pradipika<\/p>\n<p align=\"justify\">Pranayama, Atem&#252;bungen. Das Ein- und Ausatmen wird unter Kontrolle gebracht, Lebenskraft (Prana) wird voll ausgenutzt, und auf diese Weise wird ein der Meditation und der Gesundheit f&#246;rderlicher Zustand erzielt.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Es gibt verschiedenen Arten, den Atem unter Kontrolle zu halten, n&#228;mlich:<\/span><\/p>\n<p>.) Ausatmen und Einatmen durch beide Nasenkan&#228;le, verbunden mit \u201ekhumbaka&#8220;.<\/p>\n<p>.) Durch ein Nasenloch.<\/p>\n<p align=\"justify\">.) \u201eshitkari&#8220;, \u201eshitali&#8220;; mit eingerollter gestreckter Zunge die Atemluft langsam <em>(wie bei <\/em><em>einem Strohhalm)<\/em> einsaugen. Dabei bleiben die Nasenl&#246;cher verschlossen. Die Luft wird durch die Nasenl&#246;cher entlassen. Es ist, als ob man den Lebensatem durch einen Strohalm trinken w&#252;rden. Belebende Wirkung.<\/p>\n<p>.) \u201ebhastrika&#8220;; Atem in rascher Folge mit Bauchatmung &#228;hnlich einem Blasbalg aussto&#223;en. Reinigende Wirkung.<\/p>\n<p align=\"center\"><em>\u201eDas Denken ist Herr der Sinne, der Prana ist Herr des Denkens&#8220;<\/em> 5<\/p>\n<p align=\"justify\">5.) <span style=\"color: #800000;\">Pratyahara &#8211;<\/span>\u00a0es bedeutet das Zur&#252;ckziehen der Sinne von den Sinnesobjekten (Sinneskontrolle, Zur&#252;ckziehung und Losl&#246;sung). Sie werden von den Au&#223;enobjekten abgezogen und der Herrschaft des Denkorgans unterworfen. Das Denkorgan wird nach innen gerichtet und gez&#252;gelt. Man &#252;bt Unterscheidung und Einsicht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit dem Wissen um die wahren Werte des Lebens kommen wir dahin, dass wir die ungesunde und wertlose Nahrung, welche die Sinne sonst erfreut hat, missachten und dadurch lernen, den Gem&#252;tsstoff zu beherrschen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Pratyahara (sich beschr&#228;nken) ist wichtig, um im Yoga Erfolg zu haben. Mit nach innen gekehrten Sinnen kann ein Yogi f&#252;r das Bewusste in sich arbeiten. Durch diese Praxis wird das Gem&#252;t gereinigt;\u00a0 es wird in der Selbstsicherheit gest&#228;rkt und f&#228;hig, sich einer gefestigten Lebensweise zu unterziehen.<\/p>\n<p><em>Hatha Yoga Pradipika IV:29<\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">6.) <span style=\"color: #800000;\">Dharana <\/span>-die Konzentration, dh das Fixieren der Gedanken\/Denksubstanz auf ein bestimmtes Gedankenobjekt. Stetige Aufmerksamkeit ist der erste und grundlegende Faktor der inneren Yoga&#252;bung (Meditation), und ist deshalb sehr bedeutend.<\/p>\n<p align=\"center\"><em>\u201eWenn alle Sinne ruhig sind, wird das Gem&#252;t stetig und der Verstand wankt nicht &#8211; dies ist der h&#246;chste Zustand, sagen die Weisen.&#8220;<\/em> 6<\/p>\n<p align=\"justify\">Gemeint ist damit, dass man den Gem&#252;tsstoff und die Sinne davon abbringt, in die Welt hinauszufliessen und umherzuirren auf der Suche nach sinnlichen Freuden an den Sinnesgegenst&#228;nden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dies ist aber schwer zu erreichen, solange nicht die Sinne und das Gem&#252;t mit etwas\u00a0 Gleichartigen versorgt werden, oder besser etwas Erfreulicheren.<\/p>\n<p align=\"justify\">Zugleich dient \u201edharana&#8220; als Anker um im Inneren des Aus&#252;benden festzuhalten, vertieft zu sein.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201ePratyahara&#8220; und \u201edharana&#8220; geh&#246;ren zusammen, denn das Gem&#252;t muss einerseits von den &#228;u&#223;eren weltlichen Freuden entw&#246;hnt werden, andererseits muss es im Innern etwas Anziehendes bekommen.<\/p>\n<p align=\"justify\">7.) <span style=\"color: #800000;\">Dhyana &#8211;<\/span>das best&#228;ndige Verweilen bei, bzw.\u00a0 unabh&#228;ngiger Betrachtung des Objektes, auf das man sich gem&#228;&#223; dem vorherigen Glied\/Stufe (dharana) konzentriert hat.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Bewusstsein ist ausschlie&#223;lich mit dem Gedanken an ein Objekt besch&#228;ftigt. Hier kann es sich um ein Objekt mit Form sein (Gestalt\/Objekt mit Eigenschaften), oder ohne Form (Das Selbst ist das Objekt der Betrachtung) was schlie&#223;lich zum Bewusstsein des Objektes allein f&#252;hrt.<\/p>\n<p align=\"center\"><em>In der tiefen und schweigenden Meditation muss man sein Sein in liebender Versenkung mit dem Geliebten im Innern verschmelzen und sich selbst in die gro&#223;e Seele des Universums verlieren. <\/em><\/p>\n<p><em>6 Katharudra Upanishad II: III-10<\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">8.) <span style=\"color: #800000;\">Samadhi &#8211;<\/span>dieser Zustand ist, falls er vollendet ist, jener des reinen Bewusstseins. Von Samadhi gibt es zwei Stufengrade. Dies wird erreicht, -oder nicht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Man sagt im ersten (savikalpa samadhi) erlangt das Denkorgan noch nicht die v&#246;llige Identifizierung mit dem Objekt der Betrachtung. Es ist ein Zustand der Vision oder Extase.<\/p>\n<p align=\"justify\">Man sagt im zweiten (nirvikalpa samadhi) identifiziert sich das Denkorgan ununterbrochen und unter Ausschluss aller &#252;brigen Objekte mit dem Betrachtungsgegenstand.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der erste Zustand wurde von Shri Ramakrishna <em>(Heiliger und Sohn einer Brahmanenfamilie, geb. 1836)<\/em> mit einer Wollpuppe verglichen, die wenn sie ins Wasser gesteckt wird, davon durchtr&#228;nkt ist; den anderen vergleicht er mit einer Salzpuppe, die sich, wird die ins Wasser getaucht, darin aufl&#246;st und verliert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An dieser Stelle wird hier der Versuch unternommen nicht Yoga &#220;benden, und im Besonderen den Yoga praktizierenden\u00a0die\u00a0acht Stufen des Yoga &#8211; a s h t a n g a &#8211; nach einer kleinen Einf&#252;hrung in die Materie des Yoga n&#228;her zu bringen. 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