{"id":153,"date":"2007-12-25T20:38:14","date_gmt":"2007-12-25T19:38:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=153"},"modified":"2007-12-26T11:25:22","modified_gmt":"2007-12-26T10:25:22","slug":"chakras","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2007\/12\/chakras\/","title":{"rendered":"Chakras"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\"><strong><font color=\"#800000\"><a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/12\/pict0073.JPG\" title=\"pict0073.JPG\" rel=\"shadowbox[sbpost-153];player=img;\"><img src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/12\/pict0073.thumbnail.JPG\" alt=\"pict0073.JPG\" \/><\/a>\u00a0<\/font><\/strong><\/p>\n<p align=\"left\"><strong><font color=\"#333333\">\u00a0Die\u00a0 C H A K R E N<\/font><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\">Die Funktionsweise des ganzen K&#246;rpers wird durch das zentrale &#8211; cerebrospinale &#8211; Nervensystem kontrolliert, in dem sich auch die psychosomatischen Regulationszentren der verschiedenen Aktivit&#228;ten der <em>\u201eLebenskraft &#8211; Prana&#8220; <\/em>befinden.<\/p>\n<p align=\"justify\"><!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\">\u00a0<em><font color=\"#333333\">Falls einige Sanskritbegriffe durch Yoga noch nicht bekannt sein sollten, bietet es sich an die Suchmaschine dieser Site, voran gegangene Beitr&#228;ge (zB kosha, tattwa&#8230;), oder aber auch ein Sanskrit Glossar in Anspruch zu nehmen.<\/font><\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">\u00a0Jedes einzelne dieser Zentren wird als kreisf&#246;rmig beschrieben und besitzt einen zentralen Kern geb&#252;ndelter Energie, der als <em>\u201eBindhu&#8220; <\/em>bezeichnet wird, daher der Name <em>\u201eChakra&#8220;, <\/em>das w&#246;rtlich <em>\u201eRad&#8220; <\/em>bedeutet. Die <em>\u201eChakras&#8220; <\/em>befinden sich innerhalb von <em>\u201eShushumna Nadi&#8220;. <\/em>Man kennt sieben <em>\u201eHauptchakras&#8220;, <\/em>die von unten nach oben auf folgende Weise bezeichnet werden:<\/p>\n<p align=\"justify\"><font color=\"#800000\"><strong>Muladhara Chakra<\/strong><\/font><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>(\u201eErstes oder Wurzelversorgungs &#8211; Chakra&#8220;) <\/em>befindet sich in der Dammgegend, also zwischen dem Anus und den Geschlechtsorganen an der Basis der Wirbels&#228;ule, und ist durch vier rote Bl&#252;tenbl&#228;tter gekennzeichnet.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u00a0<em>&#8222;Mu-ladhara Chakra&#8220; <\/em>steht mit dem dichtesten Element der Materie, d.h. dem Erd &#8211; <em>\u201eTattva&#8220; <\/em>(Element) in Beziehung. Da sich <em>\u201eKundalini&#8220; <\/em>im Schlaf-zustand eingerollt an der Basis dieses <em>\u201eChakras&#8220; <\/em>befindet, wird es auch als das <em>\u201eWurzelversorgungs &#8211; Chakra&#8220; <\/em>der <em>\u201eLebensenergie &#8211; Prana&#8220; <\/em>bezeich-net. Das Arbeitsorgan ist der Anus, das dazugeh&#246;rige Sinnesorgan die Nase. Es herrscht demzufolge der Geruchssinn vor. Der in Beziehung ste-hende <em>\u201eVayu&#8220; <\/em>(Lebensluft) ist <em>\u201eApana Vayu&#8220;, <\/em>durch den der m&#228;nnliche Sa-me ejakuliert, Urin und Stuhl bei beiden Geschlechtern ausgeschieden und die f&#252;r die Geburt des Kindes n&#246;tigen Wehen erzeugt werden. Es besteht eine funktionelle Beziehung zum Plexus pelvicus, dem Beckenner-vengeflecht.<\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><font color=\"#800000\">Svadisthana Chakra<\/font><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>(Zweites oder Sexual Chakra) <\/em>besitzt sechs rot &#8211; orangefarbene Bl&#252;ten-bl&#228;tter und befindet sich auf der H&#246;he der Genitalien. Funktionell ist es mit dem Plexus hipogastricus verkn&#252;pft. Das <em>\u201eSvadisthana Chakra&#8220; <\/em>ist dem Wasserelement zugeordnet. Es werden ihm die mit der Fortpflanzung, dem Familienleben, den Freunden und Fantasien vergesellschafteten T&#228;-tigkeiten zugeschrieben.<\/p>\n<p align=\"justify\">Das Arbeitsorgan sind die Geschlechtsorgane, das Sinnesorgan ist die Zunge. Der vorherrschende Sinn ist demnach der Geschmack. Ebenso wie im ersten, vorhin beschriebenen <em>\u201eWurzelversor-gungs &#8211; Chakra&#8220; <\/em>herrscht auch hier <em>\u201eApana Vayu&#8220; <\/em>vor. W&#228;hrend <em>\u201eMulad-hara Chakra&#8220; <\/em>f&#252;r das Bed&#252;rfnis nach &#246;konomischer Sicherheit zust&#228;ndig ist, stellt das <em>\u201eSvadisthana Chakra&#8220; <\/em>einen Generator f&#252;r sinnliche W&#252;sche und Fantasien dar.<\/p>\n<p align=\"justify\"><font color=\"#800000\"><strong>Manipura Chakra<\/strong><\/font><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>(Drittes oder Eingeweide Chakra) <\/em>befindet sich auf der H&#246;he des Nabels, hat zehn blaue Bl&#252;tenbl&#228;tter und ist funktionell dem Plexus epigastricus oder Sonnengeflecht und damit dem Feuerelement zugeordnet.<\/p>\n<p align=\"justify\">Arbeitsorgan: die Augen, vorherrschender Sinn: Gesichtssinn, <em>\u201eVayu&#8220;: \u201eSamana Vayu&#8220;, <\/em>der sich in der Oberbauchgegend befindet, die Verdauungst&#228;tigkeit unterst&#252;tzt und die wesentlichen Nahrungsbestandteile im ganzen K&#246;rper verteilt. Das <em>\u201eManipura Chakra&#8220; <\/em>herrscht zwischen dem 14. und 21. Lebensjahr vor und ist dann f&#252;r die Entwicklung des <em>\u201eEgos&#8220; <\/em>und der Selbst-bestimmungserfordernisse zust&#228;ndig. F&#252;r eine von diesem dritten <em>\u201eCha-kra&#8220; <\/em>beherrschte Person sind soziale Anerkennung und pers&#246;nliche Macht wichtig.<\/p>\n<p align=\"justify\"><font color=\"#800000\"><strong>Anahata Chakra<\/strong><\/font><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>(Viertes oder Herz Chakra) <\/em>hat zw&#246;lf rot &#8211; violette Bl&#252;tenbl&#228;tter und befin-det sich auf der H&#246;he des Herzens. Funktionell steht es mit dem Plexus cardiacus in Verbindung. Das vorherrschende Element ist die Luft, das Ar-beitsorgan sind die H&#228;nde, das Sinnesorgan die Haut, der vorherrschende Sinn die Ber&#252;hrungsempfindlichkeit. <em>\u201eVayu&#8220;: \u201ePrana Vayu&#8220;, <\/em>das ist die Luft, die wir atmen. Die wichtigste Bedeutung dieses <em>\u201eChakras&#8220; <\/em>besteht darin, einen Gleichgewichtszustand zwischen den drei &#252;ber und den drei unter ihm befindlichen <em>\u201eChakras&#8220; <\/em>herbeizuf&#252;hren. Dieses <em>\u201eChakra&#8220; <\/em>herrscht zwi-schen dem 21. und 28. Lebensjahr und ist mit den h&#246;heren T&#228;tigkeiten der Sprache, der Poesie, des Willens, der Weisheitserringung, der Sinneskon-trolle, dem emotionellen Gleichgewicht, der Inspiration, dem Glauben oder <em>\u201eBhakti&#8220;, <\/em>der Religion und den &#228;therischen T&#228;tigkeiten, wie etwa den <em>\u201eAst-ralen Reisen&#8220; <\/em>vergesellschaftet.<\/p>\n<p align=\"justify\"><font color=\"#800000\"><strong>Vishuddha Chakra<\/strong><\/font><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>(F&#252;nftes Chakra) <\/em>hat 16 graue Bl&#252;tenbl&#228;tter und befindet sich auf der H&#246;-he des Kehlkopfes. Funktionell steht es mit dem Karotisplexus in Ver-bindung. Arbeitsorgane sind der Mund und die Stimmb&#228;nder, Sinnesor-gane die Ohren, der vorherrschende Sinn ist demnach der Geh&#246;rsinn. <em>\u201eVayu&#8220;: \u201eUdhana Vayu&#8220; <\/em>mit nach oben gerichteter Wirkungstendenz, um Laute hervorbringen zu k&#246;nnen. Sein Hauptaspekt besteht in der Erwer-bung von Wissen auf menschlicher Ebene. Das zugeordnete Element ist der &#196;ther. Die yogische Meditation &#252;ber dieses <em>\u201eChakra&#8220; <\/em>f&#252;hrt zu Ruhe, Gelassenheit und Reinheit, erzeugt eine melodi&#246;se Stimme, die Kontrolle &#252;ber die Zunge und die mantrische Vokalisation, die F&#228;higkeit, Dichtungen zu komponieren, Schriften zu interpretieren und die in den Tr&#228;umen ver-borgenen Botschaften verstehen zu k&#246;nnen. Wer in sein <em>Vishuddha Chakra <\/em>eindringt, wird zum Herrn seines ganzen Seins. Alle Elemente <em>(\u201eTattvas&#8220;) <\/em>werden hier in &#196;ther <em>(\u201eAkasha&#8220;) <\/em>aufgel&#246;st; von ihnen bleiben nur die <em>\u201eTanmantras&#8220;, <\/em>die <em>\u201eSubtilen Frequenzen&#8220; <\/em>dieser Elemente beste-hen. <em>\u201eAkasha&#8220; <\/em>ist somit die Essenz der f&#252;nf Elemente: es hat keine Farbe, keinen Geschmack, keinen Geruch; und erzeugt keine Ber&#252;hrungsempfin-dung, denn es hat keine Form. Es ist frei von jeglichem grobstofflichen Element.<\/p>\n<p align=\"justify\"><font color=\"#800000\"><strong>Aj\u00f1a Chakra<\/strong><\/font><\/p>\n<p align=\"justify\"><em>(Sechstes Chakra), <\/em>hat zwei wei&#223;e Bl&#252;tenbl&#228;tter, befindet sich zwischen den Augenbrauen &#252;ber der Nasenwurzel und steht mit dem Plexus pinealis der Zirbeldr&#252;se in Verbindung. Das dazugeh&#246;rige Element ist <em>\u201eMaha Tattva&#8220;, <\/em>wo alle anderen <em>\u201eTattvas&#8220; <\/em>nur mehr in ihrer reinen, \u201everd&#252;nnten&#8220; Form gegenw&#228;rtig sind. In &#220;bereinstimmung mit der Philosophie <em>\u201eSank<\/em><em>hya&#8220; des Herrn <em>\u201eKapila Muni&#8220; <\/em>besteht <em>\u201eMaha Tattva&#8220; <\/em>oder <em>\u201eMahat&#8220; <\/em>aus den drei <em>\u201eGunas&#8220; <\/em>oder grunds&#228;tzlichen Seinszust&#228;nden der materiellen Natur <em>(G&#252;te, Leidenschaft und Unwissenheit) <\/em>und beinhaltet <em>\u201eManas&#8220; (Verstand), \u201eBuddhi&#8220; (Intelligenz), \u201eAhamkara&#8220; (\u201eFalsches Ich&#8220;) <\/em>und <em>\u201eChitta&#8220; (das Sein). <\/em>Aus dem <em>\u201eMaha Tattva&#8220; <\/em>gehen au&#223;erdem die f&#252;nf grobstofflichen Ele-mente, n&#228;mlich &#196;ther, Feuer, Luft, Wasser und Erde hervor. Auf der Ebe-ne dieses <em>\u201eChakras<\/em>&#8220; hat aller Dualismus zu existieren aufgeh&#246;rt. Wer &#252;ber dieses <em>\u201eChakra&#8220; <\/em>meditiert, &#252;berwindet alle seine S&#252;nden und Unreinheiten und durchschreitet die siebente Pforte, die sich jenseits des <em>\u201eAj\u00f1a Chakras&#8220; <\/em>befindet. Der <em>\u201eYogi&#8220; <\/em>ist jetzt ein <em>\u201eTattva &#8211; Tita&#8220;, <\/em>jemand, der sich jenseits der <em>\u201eTattvas&#8220; <\/em>befindet. <\/em><\/p>\n<p align=\"justify\"><font color=\"#800000\"><strong>Sahasrara Chakra<\/strong><\/font><\/p>\n<p align=\"justify\">(auch <em>\u201eSahasrara Padma&#8220; <\/em>genannt) hat tausend Bl&#252;tenbl&#228;tter in strahlen-dem Wei&#223; und befindet sich im Haarwirbelbereich des Kopfes. Im Gegen-satz zu den sechs unteren <em>\u201eChakras&#8220;, <\/em>die sehr klein sind, ist <em>\u201eSahasrara Chakra&#8220; <\/em>sehr gro&#223;, denn es bedeckt den ganzen Scheitelbereich mit einer nach vorne &#8211; unten gerichteten Neigung. Sein Zentrum <em>(\u201eBindhu&#8220;) <\/em>befindet sich auf der unteren Oberfl&#228;che und wird als <em>\u201eShri&#8220; <\/em>bezeichnet. Die obere Oberfl&#228;che wird als <em>\u201eMula&#8220; <\/em>bezeichnet. Um die h&#246;chste Erkenntnis- und Wissensebene erreichen zu k&#246;nnen, muss <em>\u201eKundalini&#8220; <\/em>durch <em>\u201eShri&#8220; <\/em>hin-durch gelangen, welches nach der Art eines Einbahnventils funktioniert, denn sobald <em>\u201eKundalini&#8220; <\/em>an diesem Punkt vorbeigelangt ist, kann sie nicht mehr nach unten zur&#252;ckkehren. Der <em>\u201eYogi&#8220;, <\/em>der das Bewusstsein des <em>\u201e7. Chakras&#8220; <\/em>erreicht hat, umfasst haupts&#228;chlich folgende Ebenen:<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><em>\u201eDie Ebene der Strahlung&#8220;<\/em>: Licht, Feuer und Vision in ihrer h&#246;chsten, es-sentiellsten Wesenhaftigkeit<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\">\u201eDie Ebene der Ursprungsschwingung&#8220; &#8211; <em>\u201eOm Kara&#8220;: \u201eAum&#8220; <\/em>(oder <em>\u201eOm&#8220;) <\/em>oder <em>\u201eHum&#8220; <\/em>oder <em>\u201eAmen&#8220;, <\/em>der erste und ewige Sch&#246;pfungslautklang, der <em>\u201eChristus und das Wort Gottes&#8220;. <\/em><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\">\u201eDie Ebene <em>\u201eVayu&#8220; &#8211; \u201eLuft&#8220;: <\/em>in ihrer reinsten, essentiellsten Wesenhaftig-keit, wo der \u201eYogi&#8220; die Oberherrschaft &#252;ber <em>\u201ePrana&#8220; <\/em>erlangt und mit dem Stillstand der Atmung auch die Gedanken zum Stillstand bringt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><em>\u201eDie Ebene der Spirituellen Gl&#252;ckseligkeit&#8220; &#8211; \u201eAnanda&#8220;, <\/em>die sich aus dem erlangten Gleichgewicht zwischen K&#246;rper, Seele und Verstand einstellt.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"justify\">Die Schriften mit yogischer Autorit&#228;t versichern, dass man innerhalb des <em>\u201eSahasrara Padmas&#8220; <\/em>die Unsterblichkeit erlangt. Auf der Ebene dieses <em>\u201eChakras&#8220; <\/em>gibt es keine mentalen T&#228;tigkei-ten mehr und auch nichts, dass man kennen lernen k&#246;nnte:<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Erkennende, das Erkannte und die Kenntnisse werden eine einzige Angelegenheit. Alle Empfindungen, Gef&#252;hle und W&#252;nsche, die von einem auf die materielle Welt gerichteten Verstand hervorgebracht wurden, l&#246;sen sich auf, denn der \u201e<em>Yogi&#8220; <\/em>hat die volle Identit&#228;t seines Seins erlangt, die <em>\u201e<font color=\"#800000\">Sat -Chit &#8211; Ananda<\/font>&#8220; (Wahrheit &#8211; Wissen &#8211; Gl&#252;ckseligkeit) <\/em>und infolgedessen spiritueller Natur ist. Auf dem Weg zu diesem Niveau hat der <em>\u201eYogi&#8220; <\/em>alle <em>\u201eSiddhis&#8220; (\u201eMystischen Kr&#228;fte&#8220;) <\/em>erworben, aber in <em>\u201eSahasrara Padma&#8220; <\/em>hat er sogar den Wunsch hinter sich gelassen, sie zu manifestieren. Auf dieser Ebene befindet sich der <em>\u201eYogi&#8220; <\/em>in jenem Zustand der Gl&#252;ckseligkeit, der mit dem verwirklichten Erleben der Allanwesenheit Gottes in ihm selbst einhergeht.<\/p>\n<p align=\"justify\">Die ersten drei Stufen des <em>\u201eAsthanga Yogas&#8220; (\u201eYama&#8220; &#8211; \u201eBeschr&#228;nkung&#8220;, \u201eNiyama&#8220; &#8211; Ordensregeln, \u201eAsana&#8220; &#8211; K&#246;rperhaltungen) <\/em>zielen auf die Vorbereitung des physischen K&#246;rpers ab. Die drei darauf folgenden Schritte <em>(\u201ePranayama&#8220; <\/em>&#8211; <em>Atemkontrolle, \u201ePratyahara&#8220; <\/em>&#8211; <em>Unterbrechung der mentalen T&#228;tigkeiten, \u201eDharana&#8220; &#8211; Konzentration) <\/em>auf die St&#228;rkung und Reinigung des <em>\u201eSubti<\/em><em>len K&#246;rpers&#8220; (\u201eSukshma Sharira&#8220;). Auf der siebten Stufe <em>(\u201eDhyana&#8220; &#8211; Meditation) <\/em>beginnt die <em>\u201eIndi-viduelle Teilseele&#8220; (\u201eatman&#8220;, \u201ejiva&#8220;) <\/em>diese k&#246;rperlichen Tr&#228;ger ihrer irdischen Existenz zu trans-zendieren und das allerfeinste der von ihr bewohnten <em>\u201eK&#246;rperfahrzeuge&#8220; <\/em>kennen zu lernen, den <em>\u201eKausalen K&#246;rper&#8220; <\/em>oder <em>\u201eKarana Sharira&#8220;. <\/em><\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">Erst auf dieser Ebene kann die Seele ihre wahre spirituelle Leistungsf&#228;higkeit erfahren und ausdr&#252;cken, denn die Aktivit&#228;ten des <em>\u201eFalschen Egos&#8220; (\u201eAhamkara&#8220;) <\/em>und des Verstandes sind sehr begrenzt. In der Endphase <em>(\u201eSamadhi&#8220;) <\/em>kommen diese fesselnden Begrenzungen f&#252;r die Seele endg&#252;ltig zum Stillstand.<\/p>\n<p align=\"justify\">\u201e<em>Die Seele, das individuelle Wesen oder Sein&#8220; (\u201eatman&#8220;, \u201ejiva&#8220;, Bewusstsein) <\/em>ist von Natur aus eine unteilbare Einheit. Der K&#246;rper und seine feinstofflichen T&#228;tigkeiten (intellektueller, men-taler oder emotionaler Natur) gehen aus dieser Seele hervor. K&#246;rper und Verstand stellen demzu-folge lediglich Teile dieser Einheit bzw. die Mittel dar, die wirkende Potenz der Seele auszudr&#252;-cken. Ein Teil der Seele manifestiert sich also als aktive Kraft (K&#246;rper und Verstand), der andere Teil bewahrt hingegen unver&#228;nderlich seine urspr&#252;ngliche spirituelle Natur. Nur auf der letzten Stufe <em>(\u201eSamadhi&#8220;) <\/em>des <em>\u201eAsthanga Yogas&#8220; <\/em>erf&#228;hrt die Seele kraft der dabei stattfindenden Neutrali-sierung verdeckender, aus der Verkn&#252;pfung mit dem K&#246;rper und dem Verstand hervorgehender Prinzipien ihre wahre spirituelle Natur (gewisserma&#223;en in Form einer R&#252;ckerinnerung).<\/p>\n<p>W&#228;hrend des k&#246;rperlichen Lebens ist die <em>\u201eIndividuelle Teilseele&#8220; (\u201eatman&#8220;, \u201ejiva&#8220;) <\/em>mehr oder weniger untrennbar mit den verschiedenen Aspekten ihrer k&#246;rperlichen Tr&#228;ger verkn&#252;pft, also mit <em>\u201eStula&#8220; (grobstofflicher oder physischer K&#246;rper), \u201eSukshma&#8220; (feinstofflicher K&#246;rper) <\/em>und <em>\u201eKarana&#8220; (Kausalk&#246;rper). <\/em><em><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eStula&#8220;, der sichtbare Teil des materiellen K&#246;rpers, besteht aus zwei <em>\u201eH&#252;llen&#8220; <\/em>oder <em>\u201eKos-has&#8220;: \u201eAnnamaya Kosha&#8220; (Nahrungsh&#252;lle) <\/em>und <em>\u201ePranamaya Kosha&#8220; (Lebensh&#252;lle). \u201eAnnamaya Kosha&#8220; <\/em>besteht aus fester, fl&#252;ssiger und gasf&#246;rmiger Materie, <em>\u201ePranamaya Kosha&#8220; <\/em>hingegen aus &#228;therischer Materie. Obwohl diese beiden k&#246;rperlichen H&#252;llen oder <em>\u201eKoshas&#8220; <\/em>an sich voneinander getrennt werden k&#246;nnen, erfolgt dies nur ausnahmsweise, wie etwa in Vollnarkose oder in der mesmerischen (hypnotischen) Trance, und nur f&#252;r gewisse Zeit oder teilweise. Erst mit dem Tod kommt es zur definitiven Trennung dieser beiden K&#246;rperh&#252;llen. Wegen der zwischen <em>\u201eAnnamaya Kosha&#8220; <\/em>und <em>\u201ePranamaya Kosha&#8220; <\/em>bestehenden Form&#228;hnlichkeit wird letztere auch als <em>\u201e&#196;therischer (astraler) Doppelg&#228;nger&#8220; <\/em>bezeichnet.<\/p>\n<p><\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">W&#228;hrend des Schlafes zieht sich <em>\u201eatman&#8220; <\/em>(die <em>\u201eSeele&#8220;) <\/em>von <em>\u201eAnnamaya Kosha&#8220; <\/em>zur&#252;ck, um in <em>\u201ePranamaya Kosha&#8220; <\/em>auszuruhen, gibt also die Verbindung mit dem physischen K&#246;rper auf, ob-wohl die beiden K&#246;rper <em>(\u201eAnnamaya Kosha&#8220; <\/em>und <em>\u201ePranamaya Kosha&#8220;) <\/em>weiterhin miteinander in Beziehung stehen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Manchmal kann sich der <em>\u201eSubtile oder Astrale K&#246;rper&#8220; <\/em>von seinem grobstofflichen, physi-schen K&#246;rpertr&#228;ger trennen und kraft der psychischen F&#228;higkeiten mancher Personen willentlich auf lange, sog. <em>\u201eAstrale Reisen&#8220; <\/em>begeben. Nach dem Tod besteht der <em>\u201eSubtile K&#246;rper&#8220; <\/em>noch f&#252;r einige Zeit und kann von Hinterbliebenen, vision&#228;r begabten Familienangeh&#246;rigen oder Freunden wahrgenommen werden, obwohl er f&#252;r die &#252;brigen Personen unsichtbar ist. Diese Wahrnehmun-gen werden als geisterhafte oder gespenstische Ph&#228;nomene bezeichnet. Seher k&#246;nnen die Wahr-nehmung haben, dass dieser <em>\u201eFeinstoffliche oder Fantasmale Doppelg&#228;nger&#8220; <\/em>&#252;ber dem physi-schen K&#246;rper schwebt, wenn sich die letzte Stunde und damit die definitive Trennung zwischen beiden K&#246;rpern anzun&#228;hern beginnt. Solange die Verbindung zwischen diesen beiden K&#246;rpern noch besteht, kann ein d&#252;nner Verbindungsfaden wahrgenommen werden. Der Mensch stirbt, so-bald dieser silbrige Faden rei&#223;t. Erst in diesem Augenblick verl&#228;sst die <em>\u201eSeele&#8220; (\u201eAtman&#8220;, \u201eJiva&#8220;) <\/em>den physischen K&#246;rper und damit <em>\u201eBhu Loka&#8220; <\/em>(die grobstoffliche, materielle Daseinsebene), um sich nach <em>\u201eBhuvar Loka&#8220; <\/em>(die astrale Daseinsebene) zu begeben. Nat&#252;rlich ist auch diese letztere der beiden Daseinsebenen materiell, aber eben wesentlich subtiler oder feinstofflicher. 128<\/p>\n<p><em><\/p>\n<p align=\"justify\">\u201eSukshma Sharira&#8220; (&#8222;Subtiler oder Astraler K&#246;rper&#8220;) besteht aus zwei Aspekten: der Ge-f&#252;hls- und der Verstandesschicht, und wird deshalb auch als <em>\u201eManomaya Kosha&#8220; <\/em>oder <em>\u201eVerstan-desh&#252;lle&#8220; <\/em>bezeichnet. Der emotionale Aspekt beinhaltet nat&#252;rlich auch die T&#228;tigkeiten des indivi-duellen und kollektiven (archetypischen) Unterbewusstseins. W&#228;hrend des k&#246;rperlichen Lebens sind diese beiden Aspekte (Gef&#252;hl und Verstand) untrennbar miteinander verbunden. Erst mit dem Tod kann ihre Trennung voneinander eintreten. Nach der Aufl&#246;sung der Gef&#252;hlsschicht des <em>\u201eSub-tilen K&#246;rpers&#8220; <\/em>auf der astralen Daseinsebene von <em>\u201eBhuvar Loka&#8220;, <\/em>steigt das <em>\u201eIndividuum&#8220; (\u201eatman&#8220;, \u201ejiva&#8220;, das Wesen) <\/em>nur mehr mit seinem mentalen Tr&#228;ger gegen <em>\u201eSwar Loka&#8220; <\/em>auf, welche die n&#228;chste Daseinsebene darstellt.<\/p>\n<p><\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">Die Verweildauer der <em>\u201eSeele&#8220; <\/em>in <em>\u201eSwar Loka&#8220; <\/em>h&#228;ngt vom sittlichen Verhalten w&#228;hrend des physischen Lebens ab. Erst nach der Aufl&#246;sung der Verstandesschicht des <em>\u201eSubtilen K&#246;rpers&#8220; <\/em>kann <em>\u201eatman&#8220; <\/em>zu <em>\u201eMahar Loka&#8220;, <\/em>der feurigen, kausalen Daseinsebene aufsteigen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der grobstoffliche, physische K&#246;rper setzt sich aus f&#252;nf Elementen <em>(\u201eTattvas&#8220;), <\/em>n&#228;mlich Er-de, Wasser, Luft, Feuer und &#196;ther zusammen. Aus der Kombination dieser f&#252;nf Elemente bilden sich das Blut, die Muskeln, das K&#246;rperfett, die Knochen etc. Auf Sanskrit wird er auch <em>\u201edeha&#8220; <\/em>ge-nannt, da er mit dem Alter verf&#228;llt und verschieden &#220;bergangsetappen durchl&#228;uft, wie die Geburt, die Wachstumsperiode, die Transformation im Alterungsprozess und den Tod.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der <em>\u201eSubtile oder Astrale K&#246;rper&#8220; <\/em>besteht aus neunzehn Elementen: den f&#252;nf Arbeitsorga-nen, den f&#252;nf Sinnesorganen, den f&#252;nf <em>\u201eVayus oder Pranas&#8220; <\/em>und den vier Erkenntnisprinzipien: <em>\u201eFalsches Ich&#8220; (\u201eAhamkara&#8220;), Intelligenz (reiner Verstand), Verstand und Unterbewusstsein. <\/em>Der <em>\u201eSubtile K&#246;rper&#8220; <\/em>l&#246;st sich erst dann endg&#252;ltig auf, wenn das <em>\u201eIndividuum&#8220; (\u201eWesen&#8220;, \u201eatman&#8220;, \u201ejiva&#8220;) \u201emukti&#8220; <\/em>findet, d.h. seine <em>\u201eBefreiung&#8220;, <\/em>also die <em>Vereinigung (\u201eYoga&#8220;) mit Gott. <\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">Der <em>\u201eKausale K&#246;rper&#8220; <\/em>wird auch als <em>\u201eK&#246;rper der anfangslosen, unbeschreiblichen Unwis-senheit&#8220; <\/em>definiert, weil er die Ursache f&#252;r beide K&#246;rper darstellt, n&#228;mlich sowohl f&#252;r den grob- als auch den feinstofflichen K&#246;rper.<\/p>\n<p align=\"justify\">F&#252;nf <em>\u201eH&#252;llen oder Koshas&#8220; <\/em>umgeben <em>\u201eatman&#8220;: <\/em>der <em>\u201ephysische K&#246;rper&#8220; (\u201eAnnamaya Kosha&#8220; &#8211; Nahrungsh&#252;lle), \u201ePrana&#8220; (\u201ePranamaya Kosha&#8220; &#8211; Lebendigkeitsh&#252;lle), <\/em>der <em>\u201eVerstand&#8220; (\u201eManomaya Kosha&#8220; <\/em>&#8211; Gef&#252;hls- und Verstandesschicht mit Sinneswahrnehmung und Unterbewusstem), die <em>\u201eIntelligenz&#8220; (\u201eVij\u00f1anamaya Kosha&#8220;, <\/em>reiner Verstand&#8220;) und der <em>\u201eKausale K&#246;rper&#8220; (\u201eAnandamaya Kosha&#8220; <\/em>&#8211; Gl&#252;ckseligkeitsh&#252;lle).<\/p>\n<p align=\"justify\">Diese f&#252;nf <em>\u201eKoshas&#8220; <\/em>setzen also die drei K&#246;rper zusammen: den <em>\u201ephysischen&#8220;, <\/em>den <em>\u201eastra-len&#8220; <\/em>und den <em>\u201ekausalen K&#246;rper&#8220;. <\/em>Der <em>\u201ePhysische K&#246;rper&#8220; <\/em>besteht aus nur einer einzigen H&#252;lle, <em>\u201eAn-namaya Kosha&#8220;, <\/em>der <em>\u201eSubtile K&#246;rper&#8220; <\/em>aus drei H&#252;llen:<\/p>\n<p align=\"justify\"><em>\u201ePranamaya Kosha&#8220;, \u201eManomaya Kosha&#8220; <\/em>und <em>\u201eVij\u00f1anamaya Kosha&#8220;. <\/em>Der <em>\u201eKausalk&#246;rper&#8220; <\/em>stellt die letzte H&#252;lle, <em>\u201eAnandamaya Kosha&#8220;, <\/em>dar.<\/p>\n<p align=\"justify\">Dieses yogische Wissen &#252;ber die der menschlichen Natur zugrunde liegenden Strukturen und Funktionen ist sehr alt und hat heute sowohl im Westen als auch im Osten eine weit verbrei-tete Anerkennung gefunden. Die moderne Psychologie befindet sich im Vergleich dazu noch auf einer Vorschulstufe, da sie den Unterschied zwischen der Seele, dem Intellekt und dem K&#246;rper nicht versteht. Wie sollte sie auch zu einem authentischen Verst&#228;ndnis gelangen k&#246;nnen, wenn sie sich damit zufrieden gibt, an der Oberfl&#228;che der subtilen T&#228;tigkeiten des Bewusstseins herumzu-fummeln, anstatt sich durch die Einstellung der intellektuellen Verstandest&#228;tigkeiten nach innen zu wenden, um die eigenen spirituellen T&#228;tigkeiten beobachten zu k&#246;nnen?<\/p>\n<p><em>Quelle: Dr. Valentin Hampejs<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0<br \/>\n\u00a0Die\u00a0 C H A K R E N<br \/>\nDie Funktionsweise des ganzen K&#246;rpers wird durch das zentrale &#8211; cerebrospinale &#8211; Nervensystem kontrolliert, in dem sich auch die psychosomatischen Regulationszentren der verschiedenen Aktivit&#228;ten der \u201eLebenskraft &#8211; Prana&#8220; befinden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[69],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=153"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/153\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=153"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=153"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=153"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}