{"id":170,"date":"2008-01-05T14:13:04","date_gmt":"2008-01-05T13:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=170"},"modified":"2010-02-13T00:21:45","modified_gmt":"2010-02-12T23:21:45","slug":"gunas-qualitaten-historie-yoga","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2008\/01\/gunas-qualitaten-historie-yoga\/","title":{"rendered":"Gunas &#8211; Qualit&#228;ten, Historie, Yoga"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 115%; font-family: 'Verdana','sans-serif'\"><em><a title=\"pict0019.JPG\" href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/pict0019.JPG\" rel=\"shadowbox[sbpost-170];player=img;\"><\/a><a title=\"bhuvaneswariyantra.jpg\" href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/bhuvaneswariyantra.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-170];player=img;\"><img class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/bhuvaneswariyantra.thumbnail.jpg\" alt=\"bhuvaneswariyantra.jpg\" \/><\/a> <\/em><\/span><span style=\"font-size: 10pt; line-height: 115%; font-family: 'Verdana','sans-serif'\"> <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Guna<\/strong><\/span> <em>(Eigenschaft, siehe auch Beitrag Ern&#228;hrung\/Ayurveda)<\/em> nennt man nach dem philosophischen Konzept der indischen Samkhya-Philosophie jene Kr&#228;fte, aus denen die Urmaterie, Prakriti, zusammengesetzt ist. Diese Lehre wurde sp&#228;ter von anderen Richtungen &#252;bernommen und spielt im hinduistischen Denken eine wesentliche Rolle.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Nach Vorstellungen des Samkhya <em>(siehe vorigen Beitrag)<\/em> ist die Prakriti, die Urmaterie aus den folgenden drei Gunas zusammengesetzt: <span style=\"color: #800000;\">Tamas<\/span> (Tr&#228;gheit, Dunkelheit, Chaos), <span style=\"color: #800000;\">Rajas <\/span>(Rastlosigkeit, Bewegung, Energie) und <span style=\"color: #800000;\">Sattva<\/span> (Klarheit, G&#252;te, Harmonie).<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Die drei Arten der Askese (Tapas):<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Wenn die &#220;bung um ihrer selbst willen ausge&#252;bt wird, ohne Gedanken an eine Belohnung, herrscht Sattva vor.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Rajas herrscht dagegen vor, wenn man mit den &#220;bungen nur Ehre erlangen will oder sich heuchlerisch kasteit.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Tamas dominiert, wenn die &#220;bungen um einer t&#246;richten, falschen Idee willen mit gro&#223;er M&#252;h und Qual f&#252;r den &#220;benden oder in der Absicht, einem anderen zu schaden, unternommen werden. <em>(Bhagavadgita 17.14-19) <\/em><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Die drei Arten von Gaben (Dana):<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Die Spende ist von der Art des Sattva, wenn die Barmherzigkeit w&#252;rdigen Menschen (Arme, Waisen usw.) zu Gute kommt und dies am rechten Ort und zur rechten Zeit geschieht.<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Die Gabe ist von der Art der Rajas, wenn diese in der Erwartung von Gegenleistungen oder um einer Belohnung willen get&#228;tigt wird .<\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Das Geben ist von der Art des Tamas, wenn Ort und Zeit ungeeignet sind, wenn die Motive unrein oder schlecht sind und mit Geringsch&#228;tzung gegeben wird. <em>(Bhagavadgita 17. 20-22) <\/em><\/span><\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Historie <\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">In der &#228;ltesten Zeit ging man davon aus, dass bestimmte Eigenschaften der Elemente als Objekte der Sinnesorgane nicht nur Wahrnehmungen hervorrufen, sondern auch den Ansto&#223; zur Entstehung der Empfindungen geben. In der Chandogya Upanishade waren den drei Urelementen bestimmte Farben zugeschrieben worden: wei&#223;, rot und schwarz. Die gleichen Farben schrieb die Samkhya-Philosophie der Urmaterie zu. In der Upanishade handelte es sich jedoch dabei um drei verschiedene Elemente; der Samkhya-Philosoph Pancashika nimmt hingegen die Gunas als drei Eigenschaften einer Urmaterie an.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Der Begriff der Eigenschaft als eigener Kategorie des Seins war jedoch zu dieser Zeit noch nicht entwickelt, dies war eine Leistung des Vaisheshika-Systems. Eigenschaften erschienen noch dinghaft, als eigenst&#228;ndige Wesenheiten. Bei Pancashika verbinden und trennen sich die Gunas, st&#252;tzen und verdr&#228;ngen sich wie selbst&#228;ndige Elemente. Aus der noch nicht-manifestierten Urmaterie manifestiert sich die Welt der Ph&#228;nomene, wie das Ichbewusstsein (Ahamkara, w&#246;rtlich: \u201eIch-Macher&#8220;) und die zehn Sinnesorgane (Indriyani).<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Obwohl das Konzept der Gunas von der dualistischen Samkhya-Philosophie entwickelt wurde, lie&#223; es sich sp&#228;ter ohne weiteres in den monistischen Advaita Vedanta integrieren. Hier werden die Gunas jedoch nicht der Prakriti zugeordnet, sondern der Maya (Illusion), die sich ebenfalls in den zehn Sinnesorganen manifestiert.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">Bedeutung f&#252;r den Yoga<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Nach der Lehre von den Gunas ist die niedere Prakriti (Natur) aus drei Qualit&#228;ten gebildet, die immer im Menschen wirksam sind: Sattva, Rajas, und Tamas. Die Mischung der Kr&#228;fte ist verschieden. Dabei kann eine der drei Kr&#228;fte in der Person besonders herausgestellt sein, jedoch sind die beiden anderen immer vorhanden. So findet sich in einem Menschen, der g&#228;nzlich von Tamas beherrscht wird, von Tr&#228;gheit und geistiger Dunkelheit, immer auch Spuren von Rajas und gelegentlichem Aufblitzen von Sattva.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Nach Aurobindo ist eine wirksame Beeinflussung dieser drei Eigenschaften durch das Ich nicht m&#246;glich, da es selbst Teil der Prakriti und damit Teil der Gunas sei. Weiterhin hei&#223;t es, eine Beherrschung von Rajas, des Begehrens und der Leidenschaft, durch strenge Disziplin berge die Gefahr, dass neben einem stillen Frieden sich die Kr&#228;fte der Tr&#228;gheit ausbilden und die positiven Kr&#228;fte der Dynamik verloren gehen. Eine wirkliche Beeinflussung der Gunas k&#246;nne demzufolge im Yoga nur durch den verborgenen Purusha (die Seele) erfolgen. Dazu m&#252;sse in einem Prozess des Yogas, der Purusha aus den Verwicklungen der Gunas gel&#246;st werden und sich als stiller Beobachter &#252;ber sie positionieren. Er k&#246;nne dann beobachten, wie die \u201eWellen&#8220; der Gunas auf- und absteigen und lernen, seine eigene Natur zu verstehen. In einem zweiten Schritt w&#252;rde es ihm dann m&#246;glich sein, diese Natur zu beeinflussen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\nGuna (Eigenschaft, siehe auch Beitrag Ern&#228;hrung\/Ayurveda) nennt man nach dem philosophischen Konzept der indischen Samkhya-Philosophie jene Kr&#228;fte, aus denen die Urmaterie, Prakriti, zusammengesetzt ist. 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