{"id":242,"date":"2008-03-18T14:02:37","date_gmt":"2008-03-18T13:02:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=242"},"modified":"2010-02-10T23:44:22","modified_gmt":"2010-02-10T22:44:22","slug":"arthavaveda-ursprung-medizin-ayurveda-yoga","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2008\/03\/arthavaveda-ursprung-medizin-ayurveda-yoga\/","title":{"rendered":"arthavaveda"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\" align=\"justify\"><a title=\"vi_vastu_direction.gif\" href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/vi_vastu_direction.gif\" rel=\"shadowbox[sbpost-242];player=img;\"><\/a><a title=\"images.jpg\" href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/images.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-242];player=img;\"><img class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/images.thumbnail.jpg\" alt=\"images.jpg\" \/><\/a>\u00a0<\/p>\n<p align=\"justify\">Aus arch&#228;ologischen Funden\u00a0weiss man, dass ayurveda zu den fr&#252;hen St&#228;dten Mohenjo-Daro und Harappa zur&#252;ckverfolgt werden kann, die in dem als Tal des Indus bezeichneten Gebiet liegen. Bei einem Volk, das die Bezeichnung &#8222;Arier&#8220; trug, war zu dieser Zeit eine Heilmethode verbreitet, die sich hoch entwickelter Arzneien pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs bediente. Der Rgveda, die &#228;lteste bekannte Schrift der arischen Zivilisation, enth&#228;lt eine F&#252;lle an Hinweisen auf Pflanzen und Kr&#228;uterarzneien. Die Konzepte von <em>agni <\/em>und <em>soma &#8211; <\/em>Grundkonzepte f&#252;r die sp&#228;teren medizinischen Theorien von Verdauung und Fortpflanzung &#8211; werden in dieser alten, in metrischen Versen verfassten Schrift ebenfalls eingehend er&#246;rtert.<\/p>\n<p align=\"justify\"><!--more--><\/p>\n<p align=\"justify\">Der \u0156gveda sowie die beiden anderen fr&#252;hen Vedas (Yajurveda und Samaveda) sind stark ritualistisch und magisch gepr&#228;gt und enthalten eine gro&#223;e Zahl an Hinweisen auf Opferrituale und Gottheiten. Die Gottheiten waren oftmals Personifizierungen von Naturkr&#228;ften wie Sonne, Erde und Wind.\u00a0Der sp&#228;tere Text der vedischen Periode, der Arthavaveda liefert eine weitaus genauere und eingehendere Sicht auf die Medizin, die im fr&#252;hen Indien existierte. Die detaillierte Beschreibung des menschlichen K&#246;rpers ist Beweis f&#252;r hoch entwickelte anatomische Kenntnisse. Au&#223;erdem gibt es Schilderungen einer ganzen Reihe verschiedener Krankheitsbilder, darunter h\u0157dyota ( Herzleiden), kustha (Lepra), rajayaksma (Schwindsucht), asmari (Nierensteine) und unmada (Wahnsinn), um nur einige zu nennen. Im arthavaveda werden au&#223;erdem sehr viele Pflanzen erw&#228;hnt, die f&#252;r die Behandlung von bestimmten Krankheiten verwendet wurden. Man kann mit Sicherheit davon ausgehen, dass die Wurzeln des ayurveda in dieser arthavavedischen Periode liegen.<\/p>\n<p align=\"justify\">Mit dem Erwachen wissenschaftlichen Denkens wurden diese fr&#252;hen vedischen Konzepte der Anatomie, Physiologie, Pathologie und Pharmakologie schrittweise erweitert und in hohem Ma&#223;e weiterentwickelt. Im Laufe des ersten und zweiten nachchristlichen Jahrhunderts wurden diese Vorstellungen dann schlie&#223;lich strukturiert und in Form der ber&#252;hmten enzyklop&#228;dischen Kompendien von Charaka und Sushruta aufgezeichnet. Diese B&#252;cher gelten heute noch als die wichtigsten Lehrb&#252;cher der indischen Medizin.<\/p>\n<p align=\"justify\">In dieser Zeit begannen die ayurvedischen vavidyas, neben der samkhya-Lehre (ayurveda), der sie in erster Linie verbunden waren, auch die Vorstellungen anderer Denkschulen zu integrieren. Eine dieser Schulen war die Schule des Yoga, deren bekanntesten und fr&#252;hesten Text man Patanjali zuschreibt, einem Weisen, der gegen Ende des zweiten Jahrhunderts lebte. Diese Schule f&#252;hrte nicht nur das Konzept einer psycho-physiologischen Konstitution des Menschen und ein System der Kontrolle von K&#246;rper und Geist durch K&#246;rper- und Verhaltensdisziplinen ein, sondern auch Methoden, mit deren Hilfe man punktgerichtete Konzentration erlangen konnte.<\/p>\n<p align=\"center\"><span style=\"color: #808080;\">Dieses zuletzt genannte Ziel konnte Aspiranten zu geistigen Erkenntnissen f&#252;hren, die von Materie unbefleckt waren.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">Negative Emotionen und Konditionierungen,\u00a0stellen Hindernisse f&#252;r unsere Entwicklung zu einem bewussten Wesen dar.\u00a0<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Dreiklang aus pranayama, asana und Meditation, bietet praktische Anleitung und Inspiration zugleich. Auch Konzentrations- und Visualisierungstechniken k&#246;nnen als therapeutische Werkzeuge zur Gesundung darstellen. Wenngleich man allgemein davon ausgeht, dass Pata\u00f1jali der Begr&#252;nder des Yoga war, hei&#223;t es in seinem eigenen Kompendium, den Yoga S\u016btras, dass er dieses Wissen lediglich gesammelt und ver&#246;ffentlicht hat. Genau genommen sollte der Ursprung des yogischen Systems eher den &#228;lteren Priester&#228;rzten der vedischen Zeit zugeschrieben werden.<\/p>\n<p align=\"justify\">Der Yoga ist im Westen zwar als ein System k&#246;rperlicher &#196;?sanas bekannt geworden, diente urspr&#252;nglich aber vorwiegend medizinischen Zwecken. Im Yoga spricht man davon, dass man eine Krankheit, ihre Entstehung, ihren Verlauf und die Methoden, mit deren Hilfe sie am besten zu beseitigen ist, verstehen muss. Dies stimmt in hohem Ma&#223;e mit der ayurvedischen Herangehensweise an Krankheiten &#252;berein. Charaka wurde zweifellos stark von der Yoga-Lehre beeinflusst.<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #808080;\">Zu den gesundheitsf&#246;rdernden Ma&#223;nahmen, die sowohl yoga als auch ayurveda kennen, geh&#246;ren die Verwendung von Mantras, Fragen der Ern&#228;hrung, das Fasten, kontrollierte Atempraktiken, hei&#223;e Umschl&#228;ge, Entspannung, die Beachtung nat&#252;rlicher Triebe und der Verzicht auf ma&#223;loses und unmoralisches Verhalten. Das vielleicht wichtigste Bindeglied ist jedoch ihre gemeinsame Wurzel, die in den Lehren der S&#196;?mkhya-Philosophie liegt.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">So wird auch im ayurveda- \u00a0in der Charaka Samhita zum Beispiel die Beziehung zwischen Yoga und <em>moksha <\/em>er&#246;rtert (CS, 2:137-156).<\/p>\n<p align=\"center\"><em><span style=\"color: #808080;\">Moksha,<\/span> <\/em>das h&#246;chste Gut des menschlichen Lebens, definiert Charaka als &#8222;die vollst&#228;ndige Ausl&#246;schung aller materiellen Verhaftungen&#8220;, <em><span style=\"color: #808080;\">moksho niv\u0157ttirnih\u015besha<\/span> <\/em>(CS, ibid., 137).<\/p>\n<p align=\"justify\">Oder ganz einfach: moskha durch nivritti.<\/p>\n<p align=\"justify\">Chakrapani, ein anderer bekannter Kommentator der &#196;?yurvedischen Lehre, definiert <span style=\"color: #808080;\"><em>moksha <\/em>als die &#8222;absolute Ausl&#246;schung des K&#246;rpers&#8220; <\/span><em><span style=\"color: #808080;\">(atyantika sariradyucchedeh).<\/span> <\/em><\/p>\n<p align=\"justify\">Beide &#196;rzte bezeichnen den Yoga als das Werkzeug, mit dessen Hilfe dieser h&#246;chste Zustand menschlicher Befreiung erlangt werden kann. Pata\u00f1jali f&#252;hrt diese Vorstellung weiter und liefert das praktische Werkzeug am Beginn seiner zweiten s\u016btra:<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #808080;\"><em>yoga\u015b citta v\u0157tti nirodhah <\/em>(&#8222;Yoga ist die Kontrolle der Str&#246;mungen im Geist&#8220;).<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\">Alles eine Frage der Sichtweise, bzw. ein Triumvirat des Zugangs seiner Selbst.<\/p>\n<p align=\"center\">\u00a0<\/p>\n<p align=\"justify\">In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, die therapeutischen Anwendungen des Yoga und seiner asanas klar darzulegen. Obwohl viele Dinge bekannt sind, wurde nur wenig &#252;ber die Verwendung von asanas zur Behandlung bestimmter Krankheiten geschrieben.<\/p>\n<p align=\"justify\">Leider besteht\u00a0eine Begrenzung , dass die empfohlenen &#196;?sanas die k&#246;rperlichen F&#228;higkeiten der hilfsbed&#252;rftigen Menschen sehr oft &#252;bersteigen. patanjali zufolge besteht die Botschaft des Yoga in <em>prayatna &#196;?aithily&#196;?nanta sam&#196;?pattibhy&#196;?m <\/em>(YS, 2:47), was bedeutet, dass der Kraftaufwand und die Anstrengung, die f&#252;r die Ausf&#252;hrung von &#196;?sanas eingesetzt werden, so gering wie m&#246;glich sein sollten. Die Haltungen sollen bequem und fest zugleich sein (<em>sthira sukham &#196;?sanam, <\/em>YS, 2:46). Eine dritte Begrenzung vieler Yoga-Anleitungen ist die Tatsache, dass der Schwerpunkt auf dem Erreichen einer festen, starren Form jedes &#196;?sanas liegt. Dies negiert die individuellen Unterschiede in der Konstitution der Praktizierenden und kann sogar sch&#228;dlich sein. Ein letzter Punkt ist, dass dem Atem als dem Schl&#252;ssel f&#252;r die Yoga-Praxis oft zu wenig Bedeutung beigemessen wird.<\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #999999;\">Aus moderner medizinischer und wissenschaftlicher Sicht ist es fallweise f&#252;r bestimmte Konstitutionen und Gegebenheit durchaus interessant an Hand einer zeitgerechten Trainingsplanung und Beiziehung weiterer Bewegungsmodelle (Wirbels&#228;ulengymnasik, Aquagymnastik) zur Gesundung des jeweiligen beizuziehen. Ein Augenmerk auf die biologischen Bed&#252;rfnisse des individuellen Selbst zu erkennen und im Aus&#252;bungsweg einfliessen zu lassen eine Gr&#246;&#223;e aus nicht nur medizinischer Sicht.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0<br \/>\nAus arch&#228;ologischen Funden\u00a0weiss man, dass ayurveda zu den fr&#252;hen St&#228;dten Mohenjo-Daro und Harappa zur&#252;ckverfolgt werden kann, die in dem als Tal des Indus bezeichneten Gebiet liegen. Bei einem Volk, das die Bezeichnung &#8222;Arier&#8220; trug, war zu dieser Zeit eine Heilmethode verbreitet, die sich hoch entwickelter Arzneien pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs bediente. 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