{"id":2462,"date":"2009-01-05T19:06:30","date_gmt":"2009-01-05T18:06:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=2462"},"modified":"2009-07-21T17:24:06","modified_gmt":"2009-07-21T16:24:06","slug":"pashupata-brahma-upanishad","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2009\/01\/pashupata-brahma-upanishad\/","title":{"rendered":"pashupata brahma upanishad"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/mahavidya_kamala_with_yantra.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-2462];player=img;\"><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: xx-small; color: #e0ae1e;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/0.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-2462];player=img;\" title=\"0\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-thumbnail wp-image-2594 aligncenter\" title=\"0\" src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/0-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: xx-small; color: #e0ae1e;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">D<\/span><span style=\"color: #800000;\">as Yoga der Lichtph&#228;nomene &amp; die radikal nondualistische Philosphie, bzw. die lichterf&#252;llte Mystik des nachklassichen\u00a0Yoga im indischen Mittelalter <\/span><\/strong><span style=\"font-size: x-small; color: #333333;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">:<\/span><\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">D<span style=\"color: #000000;\">ie Pashupata Brahma Upanishad ist ein Shaiva Werk von 78 Versen in zwei Kapiteln. Sie leitet ihren Namen ab von den Anh&#228;ngern Pashupatis &#8211; des Gottes Shiva dieses mal als Herr der &#8222;Tiere&#8220; (pashu)\u00a0oder versklavten Seelen. (Wir wissen ja bereits &#252;ber die enormen Erscheinungsformen Shivas). Die Schrift fusst auf der Opfersymbolik der Brahmanen, die bereits den Veden ungemein tief verbunden waren und sind und stellt des Weiteren\u00a0die Rezitation des hamsa-mantra als eine Form des inneren bzw. geistigen Opfers dar. Dieser Vorgang wird auch <em>nada-anusamdhana<\/em>, d.h. &#8222;Anwendung des (inneren) Tons&#8220; genannt &#8211; ein mit den kanphata-yogins speziell verbundener Begriff, der auf der esoterischen Vorstellung von 96 &#8222;solaren Strahlenb&#252;ndeln&#8220; im Herzen beruht. Das sind leuchtende, im\u00a0raum-&amp; zeitlosen Selbst entspringende Verbindungslinien, &#252;ber die das G&#246;ttliche im menschlichen K&#246;rper-Verstand-System sch&#246;pferisch intervenieren kann. &#8222;Solch okkulter Sachverhalt hinsichtlich des Absoluten findet sich nirgendwo sonst beschrieben&#8220;, meint der Text (1.25).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Weiters heisst es, die Befreiung sei nur f&#252;r den yogin m&#246;glich, der &#252;ber die Identit&#228;t von hamsa als Klang mit hamsa als &#252;bersinnliches Selbst zu meditieren vermag.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Gest&#252;tzt auf diese radikal nondualistische Philosphie wird hier sogar deklariert, dass nur diejenigen Befreiung suchen, die sich angekettet f&#252;hlen. Gleicherma&#223;en gelten die Ern&#228;hrungsvorschriften f&#252;r den befreiten Weisen nicht, ist er doch, wie die taittriya-upanishad lehrt sowohl Nahrung wie Verzehrer der Nahrung: das sensitive Selbst verzehrt sich in Form der unz&#228;hligen Objekte der Erscheinungswelt auf immer selbst.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Hinsichtlich der philosphischen Frage, wie denn die singul&#228;re metaphysische Realit&#228;t die Welt der Vielheit entstehen lassen k&#246;nne, empfiehlt der anonyme Autor Stille als weiseste Antwort.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Generell assoziiert man mit Mystik haupts&#228;chlich lichterf&#252;llte, weniger klangerf&#252;llte Erfahrungen. Tats&#228;chlich wird die metaphysiche Wirklichkeit h&#228;ufig als extremes Leuchten beschrieben und darum mit der Sonne verglichen oder die Sonne jenseits der Sonne genannt. Auch die Befreiung wird gr&#246;&#223;tenteils als Erleuchtung oder Illuminierung gesehen wie in der Brahma Vidya Upanishad (20B-21A)\u00a0ersichtlich:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em><span style=\"color: #000000;\">&#8222;Der wird als Schwan gepriesen, der jenen Schwan kennt, welcher im Herzen ruht und versehen ist mit dem nichtt&#246;nenden Ton, mit Bewusstsein &amp; Seligkeit (s-c-a), selbsterleuchtend.&#8220;<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Ebenso in der Bhagavad-Gita ist die Beschreibung einer Vision Arjunas von Gott Krishna als h&#246;chstem Wesen. Erf&#252;llt von tiefer Ehrfurcht angesichts der Selbstoffenbarung Krishnas, ruft Arjuna aus (obwohl das gibts beim Shiva genauso) :<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; padding-left: 30px;\"><em><span style=\"color: #000000;\">&#8220; Ohne Anfang, Mitte, Ende, von unendlicher Kraft (virya), mit unz&#228;hligen Armen, mit Mond und Sonne als Augen (siehe Biologie Ayurveda), Dein Mund als loderndes Feuer &#8211; ich seh, wie Du verzehrst, verbrennst das ganze all mit Deinem Strahlen.&#8220; (11.19)<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Prinz Arjuna, der zum Zeitpunkt dieser Vision nocht nicht den ganzen yogischen Prozess durchlaufen hatte <span style=\"font-size: xx-small;\"><em>(aber weit war\u00b4s dann nimma, -dauert\u00b4s dann nimma lang, bzw. ist\u00b4s aller h&#246;chste Zeit sozusagen&#8230;)<\/em> <\/span>, war f&#252;r diese pl&#246;tzliche Begegnung mit dem Gott-Menschen Krishna in seinem erf&#252;llten Aspekt ungen&#252;gend vorbereitet. Daher flehte er Krishna an, sein gew&#246;hnliches Bewusstsein wiederherzustellen, so dass er noch einmal Krishnas vertraute menschliche Gestalt sehen k&#246;nne. Immer ist es die Angst, sich zu verlieren, die den letzten Advent der Erleuchtung sogar in jenen verhindert, die auf dem spirituellen Pfad weit fortgeschritten sind. Darum belehrt das Tibetische Totenbuch &#8211; das Bardo T&#246;d&#246;l &#8211; die sich auf den gro&#223;en &#220;bergangsvorgang des Todes vorbereitende Person, dass er\/sie das gro&#223;e leuchtende Licht, das im nachtodlichen Zustand gesehen wird, nicht zu f&#252;rchten braucht. Innere Licht-Erlebnisse ereignen sich schon einige Zeit, bevor der yogin jenen spirituellen Reifepunkt erreicht, an dem er auf das eine Licht trifft, angesichts dessen eine totale Ich-Kapitulation die einzig angemessene Reaktion zu sein scheint.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Diese Lichtvisionen sind sozusagen die Theaterproben f&#252;r das Licht der Lichter. Es mag sich manchmal um recht spektakul&#228;re innere Feuerwerke handeln, obgleich meist einfachere, lokalisierte oder diffuse nicht-physische Lichtph&#228;nomene erfahren werden. Die Erfahrung nila-bindus, &#252;ber die Swami Muktananda in seiner Autobiographie *Spiel des Bewusstseins* mehrmals spricht, demonstriert eine solch vorl&#228;ufige Manifestation des Allerh&#246;chsten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">So wie Mantra- oder Nada Yoga Tonschwingungen gebrauchen, um das gew&#246;hliche Bewusstsein zu verinnerlichen und zu verwandeln\/transzendieren, so bedient sich taraka Yoga der h&#246;heren Schwingungen von weissem und farbigen Licht. Dazu verwendet er auch Aspekte der Praxis des inneren Tons (nada).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">Das Wort taraka bedeutet buchst&#228;blich <em>&#8222;er, der &#252;berquert&#8220;<\/em> oder <em>&#8222;Befreier&#8220;. <\/em>Es beschreibt die letzte Realit&#228;t als die wahrhaft befreiende Dimension. Der Begriff tritt bereits im Yoga Sutra (3.53) auf und bezieht sich dort auf die befreiende Weisheit (jnana), die aus der konstanten Unterscheidung (viveka) zwischen\u00a0der ver&#228;nderlichen metaphyischen\u00a0Subjekt und empirischer Welt, einschlie&#223;lich des Verstands, resultiert.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #000000;\">In Vedanta-Schriften kann das Wort taraka auch das *<em>om-kara*<\/em>\u00a0 bedeuten, also den Klang om. Sp&#228;ter wurde taraka als Bezeichnung f&#252;r den illumierenden Yoga verwendet, der im indischen Mittelalter offensichtlich weit verbreitet war.<\/span><\/p>\n<p style=\"TEXT-ALIGN: justify\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>\u00a0<\/em><a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/bhavana-upanishad.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-2462];player=img;\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/02\/aum.gif\" rel=\"shadowbox[sbpost-2462];player=img;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Yoga der Lichtph&#228;nomene &amp; die radikal nondualistische Philosphie, bzw. die lichterf&#252;llte Mystik des nachklassichen\u00a0Yoga im indischen Mittelalter :<br \/>\nDie Pashupata Brahma Upanishad ist ein Shaiva Werk von 78 Versen in zwei Kapiteln. 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