{"id":254,"date":"2009-07-15T20:06:11","date_gmt":"2009-07-15T19:06:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=254"},"modified":"2009-07-20T15:27:57","modified_gmt":"2009-07-20T14:27:57","slug":"antar-mauna-tantrische-meditation","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2009\/07\/antar-mauna-tantrische-meditation\/","title":{"rendered":"Antar Mauna &#8211; Tantrische Meditation"},"content":{"rendered":"<p align=\"center\"><span style=\"color: #800000; font-size: small;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Yoga Tantra<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a title=\"ruhe.jpg\" href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/ruhe.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-254];player=img;\"><\/a><span style=\"color: #800000; font-size: small;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"color: #888888;\">Meditation<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><img class=\"aligncenter\" src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/ruhe.jpg\" alt=\"ruhe.jpg\" \/><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"color: #888888;\">&gt; <\/span><\/span><a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Vijnana-Bhairava-g%C3%B6ttliche-Bewu%C3%9Ftsein-Mystischen\/dp\/3458720065\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=books&amp;qid=1246961815&amp;sr=8-1\" target=\"_blank\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: small;\"><span style=\"color: #888888;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Vijnana Bhairava <\/span><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: small;\"><span style=\"color: #888888;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">&lt;<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: small;\"><a href=\"http:\/\/www.uni-salzburg.at\/portal\/page?_pageid=1465,710023&amp;_dad=portal&amp;_schema=PORTAL\" target=\"_blank\"><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">&gt; ZENTRUM INTERKULTURELL &lt;<\/span><\/span><\/a><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><strong><span style=\"font-size: xx-small;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Der Zweck von Yoga ist, auf Meditation vorzubereiten. Yoga hat keinen anderen Zweck als den meditativen Zustand m&#246;glich zu machen.<\/span><\/span><\/strong><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #000000;\">Durch diese Methoden entstehen die \u201aNebenwirkungen&#8216; des Yoga, die Klarheit geben, die Energie erh&#246;hen, Krankheiten und Depression beseitigen oder was sonst im Wege stehen kann, um im meditativen Zustand verbleiben und ihn erleben zu k&#246;nnen. Wenn der K&#246;rper an Krankheit oder Schmerzen leidet oder wenn Angst oder Sorge den Geist in solch einem Grad besch&#228;ftigen, da&#223; sie das einzige sind, womit man sich identifizieren kann, ja, dann mu&#223; man Wege finden, um dar&#252;ber hinwegzukommen.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #000000;\"><!--more--><\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p align=\"center\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eWenn eine Sinnesstimmung gegen oder f&#252;r jemanden entsteht, hefte sie nicht an die Person, um die es geht, sondern verbleibe ruhend in Dir selbst.&#8220; <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Vigyana Bhairava Tantra<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Hindernisse, um das Ziel des Yoga erreichen zu k&#246;nnen, hat der Rishi Patanjali vor ca. 2300 Jahren in seinem Buch Yoga Sutra beschrieben als: Krankheit, Tr&#228;gheit, Zweifel, Gleichg&#252;ltigkeit, Faulheit, Gier, Mi&#223;auffassung, fehlende F&#228;higkeit die feineren Zust&#228;nde zu erreichen, Mangel an Stabilit&#228;t&#8230; <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Mit Patanjali entstand ein Yogazweig, der die Auffassung von und die Erwartungen an Yoga pr&#228;gen sollte. In gelehrten Kreisen bevorzugte man n&#228;mlich diesen eher theoretischen Yoga von Patanjali mit seinen Idealen von Kontrolle des Geistes. Deshalb ist die Beschreibung von Yoga in Lexika und anderen Stellen meistens an den Zweig gekn&#252;pft, der nach ihm entstand, genannt Raja Yoga.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Er ist in seinen vier kleinen B&#252;chern, das jedes zwischen 30 und 40 kurze Verse enth&#228;lt, sowohl inspirierend wie genial, und jede Yogaschule, die etwas auf sich h&#228;lt, hat dieses Buch nat&#252;rlich mit in ihrer Ausbildung &#8211; zusammen mit den anderen Texten der Tradition. Aber er hat dem intellektuellen und gutgebildeten B&#252;rger im Osten und Westen eine Entschuldigung daf&#252;r gegeben zu denken, zu philosophieren und zu moralisieren anstatt die Wirkungen der eigentlichen Yoga- und Meditationstechniken zu erkennen und zu erleben. Es bleibt bei Vorstellungen, und die konkreten Wirkungen der praktischen &#220;bungen bleiben aus.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Gleicherma&#223;en wie in Europa der Puritanismus, so lie&#223; auch in Indien Patanjalis strikte Auslegung in den Augen der Gelehrten allen anderen Yoga &#252;berschatten. Es entstanden Ideale, so gro&#223;, da&#223; sie Yoga vom Menschen entfernten.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Nat&#252;rlich beinhaltet Tantra und die tantrischen Meditationen Elemente, die im Raja Yoga beschrieben sind, aus dem einfachen Grund, weil Raja Yoga ein kleiner Zweig am Baum ist, der aus Tantra erwachsen ist. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Yoga ist ja nicht nur f&#252;r die Menschen zug&#228;nglich, die das Leben und sich selbst kontrollieren wollen. Die Tantratradition enth&#228;lt vieles mehr, das einem hilft sich der Ver&#228;nderlichkeit des Lebens hinzugeben, und gleichzeitig eins mit sich selbst zu sein &#8211; zu lernen, ganz und gar zu leben.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Im Tantra ging man, ungest&#246;rt von Modestr&#246;mungen und Begrenzungen der Zeit, weiter den urspr&#252;nglichen Weg in der Weise, wie man sich zum Leben und zur Entdeckung und Wiedereroberung seiner selbst verh&#228;lt. Hier wird Wert gelegt auf praktischeund konkrete &#220;bungen, Rituale und Meditationen. Es ist etwas, das man tut, und Theorie alleine wird als eine Art Nebenprodukt betrachtet, das entsteht in der Kommunikation mit denjenigen, die die feineren Zust&#228;nde noch nicht kennen. Es ist der pers&#246;nliche und direkte Kontakt zwischen Menschen,auf den es ankommt, wenn dieses Wissen weitergegeben werden soll.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Grundlegend in Tantra ist, da&#223; man eher das Erleben als Methode benutzt, als es mit Kontrolle und Beherrschen zu versuchen, darauf bauen seine &#220;bungen, Rituale und Meditationen auf. Hier ist keine Rede von strengen Verhaltensregeln, sondern davon, bewu&#223;t und mitlebend zu sein in dem, was man sowieso tut, denkt und f&#252;hlt. Hingegeben und neutral l&#228;&#223;t man das Erlebnis zu, ohne sich in einer Reaktion oder einem Kampf dagegen mitrei&#223;en zu lassen &#8211; und ohne sich von Einwirkungen &#252;berw&#228;ltigen zu lassen oder sich aufgebend zu unterwerfen oder sich von etwas abh&#228;ngig zu machen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eOh Geliebte, richte Deine Aufmerksamkeit<br \/>\nweder auf Vergn&#252;gen noch auf Schmerz,<br \/>\nsondern zwischen diese.&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Vigyana Bhairava Tantra<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Man kann sagen, da&#223; man in der Meditation den nat&#252;rlichen Zustand und die nat&#252;rliche Frequenz der Zellen wiederherstellt, man neutralisiert die Hemmungen und Einfl&#252;sse, die normalerweise den Geist fangen und einen dazu bringen, sich selbst zu vergessen und seine Identit&#228;t abzulegen in etwas anderes als das, was man eigentlich ist. Ein deutliches Beispiel hierf&#252;r ist Stre&#223;. Aber auch andere physische und psychische Beschwerden und Krankheiten kann man loswerden, indem man zu dem urspr&#252;nglichen Zustand zur&#252;ckkehrt &#8211; so wie er war, bevor er den Einfl&#252;ssen ausgesetzt wurde, die das Gleichgewicht in K&#246;rper und Geist verschoben.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Indem man die Techniken und Meditationen des tantrischen Yoga gebraucht, und dadurch einsieht, da&#223; das, wovon der Geist gefangen oder fasziniert wird, nur Erlebnisse sind, werden genau die Hindernisse beseitigt, die Patanjali beschreibt.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Es kann sich zum Beispiel um starke Gef&#252;hle wie Zorn oder Kummer handeln. Mitten im Zustand, mitten im Gef&#252;hl bleibt man dabei, zu erleben, und deshalb kann man dem, was man erlebt, erlauben zu geschehen. Man greift nicht ein, um den Gedanken oder das Gef&#252;hl zu stoppen, sondern erlaubt ihm, sich auszudr&#252;cken oder sich auszutoben. Man versucht nicht, das Gef&#252;hl oder den Zustand zu vermeiden, und man klammert sich nicht daran. Deshalb bleibt danach nichts in Form von Spannungen oder Groll h&#228;ngen, und man kann weiter<br \/>\nim Jetzt leben.<\/span><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Tantra &#8211; im Hinduismus, Buddhismus\u00a0und an sich<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">In den alten Schriften aus der tantrischen Tradition der Bergregionen Indiens, von manchen wird gesagt, sie seien mehr als 4000 Jahre alt, findet man die ersten einfachen Anweisungen, intensive kurze S&#228;tze oder Verse (Sutra), die ein wenig von tantrischem Yoga und Meditation enth&#252;llen. Dies ist Teil eines Wissens, das sonst geheim in m&#252;ndlicher Form von Lehrer zu Sch&#252;ler weitergegeben wird &#8211; von Generation zu Generation, &#252;ber Tausende von Jahren.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Es gibt verschiedene uralte Schriften, die fr&#252;h dieses Wissen vom Geist andeuten, das in den Meditationen Ausdruck findet: Vigyana Bhairava Tantra, Sochanda Tantra und Malini Vijaya Tantra,\u00a0auch zitiert unter dem Namen Vigyana Bhairava Tantra. <\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Aus der tantrischen Tradition erwuchs u.a. Yoga Nidra (Tiefenentspannung). Gleicherma&#223;en nahm nach und nach eine Meditation Form an, die in ihrer Grundform aus sieben Teilen besteht, n&#228;mlich Antar Mauna (Innere Stille). Folgendes Zitat ist aus dem Kularnava Tantra (eine etwas sp&#228;tere Schrift als die obengenannten) &#252;ber die Wichtigkeit der direkten Anweisung:<\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eWeder die vier Lebensstufen (Ashramas) noch Philosophie oder Wissenschaft k&#246;nnen ein Mittel zur Befreiung sein; nur die Einsicht, f&#252;r die alle Sastras [die tantrischen Schriften] stehen, kann dies m&#246;glich machen. <\/span><\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Bereits vor der Entstehung des Buddhismus gibt es Spuren von dieser Meditation in der Tantra Tradition. Ja, sogar bevor Alexander der Gro&#223;e das Wort Hinduismus als einen Sammelbegriff f&#252;r die Lebensweise derjenigen, die am Indusflu&#223; lebten, zu gebrauchen begann.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Bevor Teile der Tantratradition zun&#228;chst in den Hinduismus und sp&#228;ter in den Buddhismus integriert wurden, war sie eine unabh&#228;ngige Tradition und Wissenschaft. Die tantrischen Schriften wurden nach au&#223;en hin die nicht-vedischen Schriften, die\u00a0agamas genannt, gerade um diese Selbst&#228;ndigkeit gegen&#252;ber den vedischen Schriften, auf denen der Hinduismus zu gro&#223;em Teil beruht, zum Ausdruck zu bringen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Hier einige Beispiele aus den uralten Anweisungen:<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eDas Sch&#228;tzen von Dingen und Gedanken<br \/>\nist f&#252;r eine erleuchtete Person<br \/>\nund eine unerleuchtete Person dasselbe.<br \/>\nDer erstere hat eine St&#228;rke:<br \/>\ner verbleibt in dem subjektiven Zustand<br \/>\nund verliert sich nicht an die Dinge.&#8220;<br \/>\n(Vigyana Bhairava Tantra)<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eIm Zustand extremen Verlangens sei ungest&#246;rt&#8220;<br \/>\n(Vigyana Bhairava Tantra)<\/span><\/p><\/blockquote>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Als der Buddhismus nach Japan kam, legte das tantrische Element, das er in sich hatte, die Grundlage f&#252;r die Za-Zen Meditation. In ihrer Haltung und all ihrer Einfachheit ist sie verwandt mit Antar Mauna. Es gibt auch viele Gemeinsamkeiten mit der etwas formellen buddhistischen Meditation Vipasana. Sie wird wohl insbesondere in S&#252;dostasien angewandt. Ihr Name kann bedeuten das, was die Bindungen l&#246;st.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">In Tibet wurde aus den tantrischen Quellen eine &#228;hnliche Methode mit der Meditation Maha Mudra entwickelt. Als sie in den 30er Jahren von Evans-Wentz pr&#228;sentiert wurde, nannte er sie \u201eden Yoga der gro&#223;en Befreiung&#8220;, oder \u201eden Yoga des gro&#223;en Symbols.&#8220; Da&#223; Wentz und die Lamas, mit denen er zusammenarbeitete, die letztgenannte etwas abstrakte &#220;bersetzung des Titels w&#228;hlten, erfordert, da&#223; wir die Bedeutung des Wortes Symbol &#252;berdenken m&#252;ssen, was ich hier jedoch unterlassen will. Wentz selbst r&#228;umt in seinem Kommentar zum Titel ein, da&#223; Mudra Haltung oder Einstellung bedeute.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Maha Mudra kann ich auch mit meinem eigenen Hintergrund &#252;bersetzen als: die gro&#223;e Haltung, im Sinne von die allerbeste Haltung, die beste Haltung, die man zum Leben haben kann.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Es besteht jedoch die Gefahr bei der tibetanischen Variante, wie inspirierend sie auch sein mag, da&#223; sie einen ziemlich gro&#223;en philosophischen &#220;berbau hat. Das kann einen leicht zum Verstehen der Begriffe verleiten, von denen man sich eigentlich frei machen sollte; man philosophiert und wird abh&#228;ngig von den eigenen Vorstellungen und blockiert sich auf diese Weise f&#252;r das Erlebnis und die Einsicht in der Meditation. Das liegt sicherlich ausschlie&#223;lich daran, da&#223; der direktere Unterricht von Lehrer zu Sch&#252;ler, wie immer im Tantra, nicht schriftlich beschrieben werden darf oder kann. Dieses Wissen mu&#223; in der Unterrichtssituation empfangen werden. Aber wenn Maha Mudra richtig angewandt wird, kann sie, wie Antar Mauna, sowohl die grundlegendste, wie die h&#246;chste Form von Einweihung enthalten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Oder wie in den uralten Schriften aus Kaschmir gesagt wird:<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eDa in Wahrheit Bindung und Befreiung relativ sind,<br \/>\ngelten diese Worte nur f&#252;r jene, die sich vor dem Universum f&#252;rchten.<br \/>\nDieses Universum ist eine Spiegelung des Geistes:<br \/>\ngenauso, wie Du in der Wasseroberfl&#228;che viele Sonnen der einen Sonne siehst,<br \/>\nsiehe auch Bindung und Befreiung.&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Vigyana Bhairava Tantra<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h5><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Wie Yoga und damit Meditation definiert wird<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Es gibt eine Definition von Yoga, die\u00a0 beinhaltet, da&#223; es etwas ist, was der einzelne Mensch tun kann, mit ein wenig Hilfe von der Tradition und einem guten Lehrer, aber ohne auf spiritueller oder anderer Ebene konkurrieren zu m&#252;ssen.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eDie Reinheit in den Lehren anderer ist f&#252;r uns wie Unreinheit.<br \/>\nIn Wirklichkeit betrachte nichts als rein oder unrein.&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Vigyana Bhairava Tantra<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Es handelt ja von dem, was wir von vorne herein sind, im innersten, oder &#252;berall: Die Stille ist unser Bewu&#223;tsein, derjenige, der hinter allem erlebt. Man ist Stille, und alles andere, Ger&#228;usche, Sinneseindr&#252;cke, was man sp&#252;rt, Ger&#252;che, die Natur, die Stadt, alle materiellen und alle inneren Dinge, Gef&#252;hle, Gedanken, innere Bilder, Tr&#228;ume, sie sind alles Erlebnisse, die sich ver&#228;ndern und vergessen werden.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eDieses Bewu&#223;tsein existiert wie jegliches Wesen,<br \/>\nund sonst existiert nichts.&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Vigyana Bhairavi Tantra<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Und in den Worten Swami Satyanandas:<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eMeditation ist daher ein Proze&#223;, durch welchen Du Dein eigenes Bewu&#223;tsein siehst &#8211; Bewu&#223;tsein sieht sich selbst durch sich selbst, ohne mit irgendwelchen Mitteln, Unterst&#252;tzungen oder Handlungen einzugreifen. In der Meditation durchl&#228;ufst Du keinen Proze&#223; von Selbstanalyse sondern von Selbstwahrnehmung. Hierin reicht Meditation weiter als die Psychoanalyse der modernen Psychologie. Du analysierst Dich nicht selbst; Du siehst Dich selbst.&#8220;<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<h5><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Die Erlebnisse und das Bewu&#223;tsein<\/span><\/h5>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Die Definition von Yoga kann durch ein Symbol ausgedr&#252;ckt werden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Es ist ein archetypisches Symbol, das bestimmte Bewegungen, Religionen und L&#228;nder zwar f&#252;r sich, als deren Symbol, gew&#228;hlt haben (z.B. Israel), aber es ist nicht durch eine Bewegung oder Nation begrenzt. Zwei Dreiecke, ein nach oben zeigendes und ein nach unten zeigendes, formen dieses Symbol, den sechseckigen Stern.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><img loading=\"lazy\" style=\"width: 122px; height: 129px;\" src=\"http:\/\/www.yogaimzentrum.de\/var\/corporate\/storage\/images\/media\/images\/myantra_3\/69968-1-nor-NO\/myantra_3_image_400_w.gif\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"393\" align=\"left\" \/><\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Man findet ihn in allen Kulturen. In der Kleidung der Pr&#228;rieindianer, oftmals mitten auf der Brust angebracht.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">In Tantra findet man ihn in verschiedenen Symbolen oder Yantra &#8211; u.a. im Yantra von Anahata Chakra, dem psychischen Zentrum, das sich in der H&#246;he des Herzens befindet. Dieses Symbol, dr&#252;ckt Harmonie zwischen dem Erlebenden und dem Erlebten aus. Und wenn diese Harmonie entsteht, entsteht Vereinigung zwischen diesen beiden &#8211; Einheit in allem.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h5><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Energie und Bewu&#223;tsein<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Man kann auch von Stille, von demjenigen, der erlebt, und den Erlebnissen auf andere Weise sprechen. Alles besteht aus Energie, die Atome in den W&#228;nden und mein K&#246;rper sind Energie, was aus meinem Mund kommt, wenn ich spreche, ist Energie, Gedanken sind Energie, Gef&#252;hle, alles. Es ist etwas, das ich erlebe, Energie.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Die beiden Dreiecke bilden eine harmonische Form von Gleichgewicht. Das Dreieck, das nach unten zeigt, steht f&#252;r die Energie. Das Dreieck, das nach oben zeigt, steht f&#252;r das Bewu&#223;tsein. Wenn die Dreiecke, in diesem Zusammenhang, auf irgendeine andere Weise zusammengestellt werden, so ist das Gleichgewicht nicht vorhanden, so ist die Rede von zu viel oder zu wenig, von Gef&#252;hllosigkeit, Unwissenheit, Selbstvergessen, von Mangel an Kontakt mit dem Wesentlichen, von einer falschen Identit&#228;t&#8230;<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Nat&#252;rlich erlebt man, wenn die Harmonie nicht da ist, da&#223; man versucht, die Gedanken und Gef&#252;hle zu unterdr&#252;cken und zu kontrollieren, da&#223; man sich nicht mit ihnen identifiziert oder &#252;berw&#228;ltigt wird, so da&#223;\u00a0man\u00a0sich eigentlich\u00a0selbst vergisst. Aber hier ist nicht von Kontrolle oder Nicht-Kontrolle die Rede. Es geht nicht darum, sich aufzulehnen oder sich unterwerfen zu lassen, sondern darum, gegenw&#228;rtig zu sein, mitten in dem, was geschieht, innerlich wie &#228;u&#223;erlich. Das ist eine tantrische Definition von Yoga. <\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u201eWenn Du v&#246;llig gegenw&#228;rtig bist durch einen Deiner Sinne, verbleibe in diesem Gegenw&#228;rtigsein.&#8220;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Vigyana Bhairavi Tantra<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Dies wird durch die Meditation Innere Stille trainiert, denn dies ist in Wirklichkeit nicht etwas, das man denkt, oder wor&#252;ber man philosophiert, es ist etwas, das man tut, und das lernt man mit Hilfe der Technik. Innere Stille ist eine notwendige Voraussetzung f&#252;r all anderen weitergehenden Yoga und Meditation, u.a. die fortgeschritteneren Formen von Kriya Yoga.<\/span><\/p>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">Das Wissen oder die Einsicht, die aus der Meditation wachsen, pr&#228;gen auch den Alltag. Sie repr&#228;sentieren den Kern von Tantra, die tantrische Haltung. Du akzeptierst wie Du bist, wie Du lebst. Du brauchst nicht jemand anders zu sein, um Dich selbst verwirklichen zu k&#246;nnen &#8211; um zu leben. Du brauchst Dich nicht zu &#228;ndern, Du bist bereits &#8211; Du selbst.<\/span><\/p>\n<blockquote>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000; font-size: x-small;\">\u201eDu bist der eine Beobachter, und als solcher warst Du in der Tat immer frei. Deine einzige Bindung war, da&#223; Du jemanden anderes f&#252;r den Beobachter hieltest.&#8220; Ashtavakra Gita<\/span><\/p>\n<\/blockquote>\n<p align=\"justify\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">om tat sat<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h5><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #800000;\">Zusammenfassung<\/span><\/h5>\n<p align=\"justify\"><span style=\"color: #ff0000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"color: #800000;\"><strong>Antar Mauna ist eine Meditation, die in der Ganzheit beginnt, in der Du Dich befindest, in der Welt, die Du durch Deine Sinne erlebst, an der Stelle und in der Umgebung, wo Du im Augenblick meditierst. Du trainierst Dein Verm&#246;gen zu erleben. Von den Sinnen bewegst Du Dich schrittweise und unausweichlich durch die Zust&#228;nde, Gewohnheiten, Gedanken und Gef&#252;hle, die Deine Pers&#246;nlichkeit normalerweise beinhaltet. Du lernst die Pers&#246;nlichkeit zu erleben, ohne sofort kritisch oder analysierend zu sein, ohne sie hemmen oder ver&#228;ndern zu m&#252;ssen. Du lernst sie kennen. Dann gehst Du tiefer, durch verschiedene Dimensionen in Deinem inneren Universum, hin zum innersten in Deinem Wesen, von wo aus Du alles erlebst.<\/strong><\/span> <\/span><\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Yoga Tantra<br \/>\nMeditation<\/p>\n<p>&gt; Vijnana Bhairava &lt;<br \/>\n&gt; ZENTRUM INTERKULTURELL &lt;<br \/>\nDer Zweck von Yoga ist, auf Meditation vorzubereiten. Yoga hat keinen anderen Zweck als den meditativen Zustand m&#246;glich zu machen.<br \/>\nDurch diese Methoden entstehen die \u201aNebenwirkungen&#8216; des Yoga, die Klarheit geben, die Energie erh&#246;hen, Krankheiten und Depression beseitigen oder was sonst im Wege stehen kann, um im meditativen Zustand [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[15],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=254"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}