{"id":3476,"date":"2009-03-27T13:20:53","date_gmt":"2009-03-27T12:20:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=3476"},"modified":"2009-07-21T17:30:40","modified_gmt":"2009-07-21T16:30:40","slug":"raja-yoga","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2009\/03\/raja-yoga\/","title":{"rendered":"RAYA-YOGA"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/raja-yoga-tantra.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-3476];player=img;\"><span style=\"color: #800000;\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-full wp-image-3477\" title=\"raja-yoga-tantra\" src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/raja-yoga-tantra.jpg\" alt=\"\" width=\"116\" height=\"82\" \/><\/span><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #ffcc00;\"><strong><span style=\"color: #800000;\">&#8212; der K&#214;NIGLICHE YOGA<\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000; font-family: Verdana; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\">Die h&#246;chste Stufe des Yoga ist RAYA-YOGA, der sich mit den selbstgelenkten letzten Stufen der menschlichen Evolution befasst, die ihre Kr&#246;nung in der Befreiung, im &#220;berschreiten aller menschlichen Beschr&#228;nkungen und T&#228;uschungen finden. Man muss also darauf gefasst sein, dass weder das theoretische Studium dieser Methode noch die praktische Anwendung leicht ist. <\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt; color: #000000; font-family: Verdana; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: center;\">\u00a0<\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Doch jenen, deren geistiges Unterscheidungsverm&#246;gen auch nur teilweise entwickelt ist, gibt sie ein wirksames und bew&#228;hrtes Mittel in die Hand, sich aus ihren Beschr&#228;nkungen und Leiden zu befreien, und zwar nicht nur f&#252;r dieses Leben, sondern f&#252;r alle Zeiten. Auch wenn der Strebende nicht die ganze Methode sofort praktisch anzuwenden vermag, sollte er sie \u2013 da sie ihm einen allgemeinen Einblick in das gesamte Gebiet des zu Erstrebenden in all seinen Aspekten von Anfang bis zum Ende vermittelt \u2013 wenigstens in ihren theoretischen Aspekten gr&#252;ndlich beherrschen. Er sollte auch versuchen, das Feld ihrer praktischen Anwendung nach und nach in dem Ma&#223; zu erweitern, wie sich sein Interesse vertieft und seine F&#228;higkeiten zunehmen. Dies ist die k&#246;nigliche Stra&#223;e in unsere wahre Heimat; und wir sollten sie wenigstens theoretisch kennen, auch wenn wir zu s&#228;umen geneigt sind und noch einen langen Weg vor uns haben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Als erstes m&#252;ssen wir beachten, dass es die citta-vrittis genannten Erregungen, Einstellungen und Modifikationen im Verstand sind, welche die Wirklichkeit verfinstern und unsere wahre g&#246;ttliche Natur vor uns verbergen. Werden diese durch irgendeine Methode entfernt und wird das Denken v&#246;llig rein, still und ohne irgendwelche Modifikationen, dann wird es sozusagen transparent; und wir werden der Wirklichkeit gewahr, die schon immer im Mittelpunkt unseres Bewusstseins. Erstrahlt. Im Yoga werden die Bewegungen und Ver&#228;nderungen, die in verschiedenen Feinheitsgraden in unserem Gem&#252;t vorhanden sind, Schritt f&#252;r Schritt zur Ruhe gebracht, bis es dem klaren, durchsichtigen stillen Wasser in dem Glasbeh&#228;lter gleicht. Es ist zugegen und dennoch nicht wahrnehmbar. Das ist der Zustand der Selbstverwirklichung. Doch m&#252;ssen wir uns dar&#252;ber klar sein, dass dieser Vorgang des Beseitigens der Bewegungen und Verschleierungen im Gem&#252;t und des Gewahrwerdens der zugrundeliegenden Wirklichkeit zwar im Prinzip recht einfach erscheint, es in der Praxis aber durchaus nicht ist \u2013 infolge der vorhandenen starken Neigungen, der starken Kraft der Vergangenheit, der karmischen Einwirkungen und der Langsamkeit, mit der Ver&#228;nderungen in den Bewusstseinstr&#228;gern nur herbeigef&#252;hrt werden k&#246;nnen. Deshalb ist eine lange Zeitspanne der Schulung und &#220;bung in der Methode des Yoga n&#246;tig; und durch &#252;bervereinfachte, leichtgemachte Methoden, die manchmal angeboten werden, kann das Ziel nicht erreicht werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Der Erfolg ist uns sicher, aber wir m&#252;ssen bereit sein, den Preis daf&#252;r in Form von Anstrengungen und Opfern zu bezahlen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Der zweite Punkt, den wir beachten m&#252;ssen, ist der, dass der Verstand durch das Licht der Wirklichkeit erleuchtet und nicht selbsterleuchtend ist. Die Wirklichkeit gleicht der Sonne und der Verstand dem Mond. Es ist die Absorbierung des Lichtes der im Verstand verborgenen Wirklichkeit, die ihm den Anschein der Realit&#228;t verleiht, welche wir im Leben in unserer individuellen Welt von Gedankenbildern empfinden. Unsere Mentalwelt, jene Welt, in der wir tats&#228;chlich leben, w&#228;re eine tote Welt, wenn nicht das Licht und das Leben der Wirklichkeit hinter uns st&#252;nde, das sie erhellt und ihr Kraft verleiht. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Die Methode, die zur Enth&#252;llung dieser Wirklichkeit im Yoga angewandt wird, wird samadhi genannt und ist der innerste Kern und das Wesen des Yoga. Alle anderen &#220;bungen und Techniken im Yoga dienen lediglich zur Vorbereitung auf samadhi. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Das Wort samadhi wird f&#252;r den h&#246;chsten Zustand der Meditation gebraucht, in dem man nur noch des Gegenstandes der Meditation bewusst ist und nicht mehr der eigenen Psyche selbst. Es ist der H&#246;hepunkt der Meditation &#252;ber einen Gegenstand, dessen Wirklichkeit unmittelbar erfahren werden soll. Ihm gehen zwei andere Stadien voraus. dharana und dhyana. Der Yogi beginnt mit dharana, d.i. Konzentration. Ist diese Vollkommen, geht sie in dhyana oder Kontemplation &#252;ber; und wenn diese vollkommen ist, wandelt sie sich in samadhi oder Entr&#252;ckung. Diese drei bilden also einen fortlaufenden Vorgang zunehmender Vertiefung der Konzentration. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Diese drei Begriffe, mit denen sich jeder ernsthafte Yoga-Sch&#252;ler und jeder ernsthaft nach Selbstverwirklichung Strebende befassen muss \u2013 auch jeder, der im weltlichen Leben etwas erreichen m&#246;chte \u2013 wollen wir uns n&#228;her befasse, bzw. stellt sich so dar:<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">desha bhandas\u00b4cittasya dharana \u2013 Konzentration ist das Einschlie&#223;en des Denkens innerhalb #eines begrenzten mentalen Gebietes (des Gegenstandes der Konzentration). (sutra III,1) <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">In dharana (bei der Konzentration) wird das Denken auf eine begrenzte Sph&#228;re eingeschr&#228;nkt, die durch den Gegenstand der Konzentration bestimmt ist. Dies bedeutet Einschr&#228;nkung innerhalb eines Bereiches, der eine begrenzte Bewegungsfreiheit erlaubt. Das Denken ist sozusagen innerhalb eines begrenzten mentalen Gebietes integriert und muss sofort zur&#252;ckgebracht werden, wenn es hinausschweift. Der Grund, weshalb eine begrenzte Bewegungsfreiheit m&#246;glich ist, w&#228;hrend der Verstand auf einen bestimmten Gegenstand konzentriert ist, liegt darin, dass jeder Gegenstand zahllose Aspekte hat. Der Verstand kann diese Aspekte nur einen nach dem anderen vornehmen. W&#228;hrend er dies tut, bewegt er sich also zwar, aber in Wirklichkeit ist er doch auf den Gegenstand der Konzentration fixiert. Oder es kann der Fall sein, dass der Gegenstand eine Folge von Urteilsschl&#252;ssen erfordert, die aus vielen Stufen zusammengesetzt ist, welche logisch miteinander verbunden sind und ein integriertes Ganzes bilden. Auch hier kann es daher Bewegung geben, ohne dass man den Gegenstand der Konzentration wirklich verl&#228;sst. Nur wenn das Denken die Bedeutung ist, kann man sagen, dass dharana unterbrochen wurde. Die Hauptarbeit in dharana (oder Konzentration) besteht daher darin, den Verstand kontinuierlich bei der Betrachtung des gew&#228;hlten Gegenstandes zu halten und ihn sofort zur&#252;ckzuholen, wenn diese Verbindung unterbrochen wird. Das Ziel, das sich der sadhaka\/sadhika <span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span>stellen sollte, ist es, fortschreitend die H&#228;ufigkeit solcher Unterbrechungen zu vermindern und sie schlie&#223;lich ganz auszuschalten. Aber nicht nur die Ausschaltung der Unterbrechungen ist zu erstreben, sondern die immer vollkommenere Konzentration auf den Gegenstand als Brennpunkt. Undeutliche und verwischte Eindr&#252;cke sollten mit Hilfe der Steigerung des Grades der Wachheit und der Kraft der Aufmerksamkeit durch scharf umrissene mentale Bilder ersetzt werden. Der Zustand des Verstandes w&#228;hrend der zeit der Besch&#228;ftigung mit dem Gegenstand ist daher ebenso wichtig wie die H&#228;ufigkeit der Unterbrechungen, die seine Verbindung mit dem Gegenstand st&#246;ren. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; line-height: 14.25pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><span>tatra pratyayaikatanata dhyanam &#8211; Ununterbrochenes Str&#246;men (der Gedanken) in Richtung auf den Gegenstand (der f&#252;r die Meditation gew&#228;hlt wurde) ist Kontemplation (Sutra III, 2)<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Im vorhergehenden Sutra wurde gezeigt, dass der sadhaka\/sadhika sich bem&#252;hen soll, eindringende Gedanken, die Ablenkungen genannt werden, auszuschalten; und dass er darauf hinarbeiten sollte, die H&#228;ufigkeit solcher Unterbrechungen fortschreitend zu verringern. Wenn es ihm gelingt, die Ablenkung vollst&#228;ndig auszuschalten und er die Konzentration auf einen Gegenstand ohne Unterbrechung aufrechterhalten kann, solange er will, erricht die Stufe von dhyana.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Das erste Wort dieses Sutra, pratyaya, wird in den Sutras oft verwendet. Es hat viele Bedeutungen, aber in der Yoga-Terminologie wird es gew&#246;hnlich f&#252;r den gesamten Gedankeninhalt verwendet, der den Bereich des Bewusstseins zu einem bestimmten Zeitpunkt erf&#252;llt. In Hinblick auf das, was oben &#252;ber dharana gesagt wurde, ergibt sich, dass dieses pratyaya, mit dem der Verstand im dhyana in ununterbrochener Ber&#252;hrung bleibt, etwas Festes und doch zugleich auch etwas Ver&#228;nderliches ist. Es ist fest in dem Sinn, dass der Bereich, in dem der Verstand sich bewegt, begrenzt ist und gleich bleibt, und er ist doch beweglich, weil innerhalb dieses Bereiches Bewegungen vor sich gehen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Ein Beispiel mag dies erl&#228;utern: Wenn ein Wissenschaftler sein Mikroskop auf einen Tropfen schmutziges Wasser richtet, so ist sein Gesichtsfeld fest umrissen, innerhalb eines Kreises begrenzt, und er kann nichts au&#223;erhalb sehen. Aber innerhalb dieses kreisrunden Lichtflecks gibt es st&#228;ndig Bewegungen vieler Art. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Das Sanskritwort tatra bedeutet &gt;&gt;an diesem Ort&lt;&lt; und bezieht sich offensichtlich auf desha oder mentale Territorium, innerhalb dessen das Denken eingeschlossen wird. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; line-height: 14.25pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><span>Ekatanata, was &gt;&gt;sich fortsetzt oder ohne Unterbrechung ausdehnend&lt;&lt; bedeutet, bezieht sich auf das Fehlen der Unterbrechungen, die im dharana noch vorhanden sind. Die ununterbrochene Kontinuit&#228;t ist ja, wie schon erw&#228;hnt, das einzige, was dhyana von dharana, von einem technischen Gesichtspunkt aus betrachtet, unterscheidet. Diese Kontinuit&#228;t kann mit dem fortgesetzten Str&#246;men des Wassers in einem Fluss verglichen werden. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Warum ist es wesentlich, dies Art von Kontinuit&#228;t zu erlangen, ehe samadhi praktiziert werden kann? Weil jede Unterbrechung eine Ablenkung bedeutet und zeigt, dass es noch an der entsprechenden Beherrschung mangelt. Wenn der Verstand von dem gew&#228;hlten Gegenstand abgelenkt wird, bedeutet das, dass ein anderer Gegenstand dessen Platz eingenommen hat, denn das Denken bewegt sich unentwegt weiter, Nur im nirodha kann die Bewegung unterbrochen werden, ohne dass ein anderer Gegenstand in die Psyche eintritt. Die Kontinuit&#228;t der Konzentration kann daher als Ma&#223;stab verwendet werden, wie weit die notwendige Beherrschung des Verstandes und die Intensit&#228;t der Konzentration gediehen ist. Solange dhyana nicht erlangt ist, kann die Praxis von samadhi nicht begonnen werden; und die wirklichen Geheimnisse des Yoga werden dem sadhaka\/sadhaki verborgen bleiben. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; line-height: 14.25pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><span>Tad evarthamatranirbhasam svarupasunyam iva samadhi- Das gleiche (die Kontemplation), wenn nur noch das Bewusstsein des Gegenstandes der Meditation da ist und nicht das seiner selbst (des Verstandes), ist samadhi. (Sutra III,3)<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Wenn die Stufe dhyanas gut beherrscht wird, ist es zwar, m&#246;glich, den Gegenstand der Meditation viel genauer zu erkennen als durch gew&#246;hnliches Denken, aber eine unmittelbare Erkenntnis seines eigentlichen Wesens wird noch nicht erlangt; und die innerhalb des Gegenstandes verborgene Wirklichkeit scheint sich von dem Yogi noch nicht erfassen zu lassen. Er gleicht einem Feldherrn, der bis zu den Toren der Festung gelangt ist, die er erobern soll, aber die Tore sind verschlossen, und er kann nicht in die Festung eindringen. Was steht zwischen ihm und der Wirklichkeit des Gegenstandes , den er erkennen will? Sutra II, 3 gibt die Antwort auf diese Frage: Der Verstand selbst verhindert das Gewahrwerden des eigentlichen Wesens des Gegenstandes der Meditation. Wie kommt dies zustande? Dadurch, dass er das Bewusstsein seiner selbst zwischen die hinter dem Gegenstand verborgene Wirklichkeit und das Bewusstsein des Yogi stellt. Dieses Bewusstsein seiner selbst, diese Subjektivit&#228;t, ist es die als trennender Schleier fungiert und die Wirklichkeit vor dem Suchenden verbirgt. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Um zu verstehen, wie dieses Eigenbewusstein des Verstandes ein Hindernis f&#252;r weiteren Fortschritt werden kann, wollen wir uns in Erinnerung rufen, wie ein solches Bewusstsein auch ein intellektuelles Wirken h&#246;chster Art beeintr&#228;chtig. Ein gro&#223;er Musiker kann seine besten Werke schaffen, wenn er sich selbst vollkommen in seiner Arbeit verliert. Ein Erfinder l&#246;st seine gr&#246;&#223;ten Probleme, wenn er sich nicht dessen bewusst ist, Probleme zu l&#246;sen. In solchen Augenblicken erhalten derartige Menschen ihre Inspirationen und erlangen Verbindung mit dem, was sie suchen \u2013 vorausgesetzt nat&#252;rlich, dass sie die Technik vollkommen beherrschen und dass ihr Verstand voll konzentriert ist. Es ist da Verschwinden des Eigenbewusstseins, welches irgendwie das Tor in eine neue Welt &#246;ffnet, in die sie normalerweise nicht eintreten k&#246;nnen. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify; line-height: 14.25pt;\"><span style=\"color: #000000;\"><span>svarupa sunyam Iva &#8211; Etwas &#196;hnliches, nur auf einer viel h&#246;heren Ebene, vollzieht sich, wenn dhyana in samadhi &#252;bergeht und das Tor sich &#246;ffnet, das in die Welt der Wirklichkeiten f&#252;hrt. Patanjali nennt dieses Verschwinden des Eigen-Gewahrseins des Verstandes svarupa <span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0<\/span>&gt;&gt;des Verstandes, eigene Form&lt;&lt; , seine essentielle Natur verschwindet sozusagen. In diesem Satz ist jedes Wort wichtig. Was ist svarupa ? Alles Manifestierte hat zwei Gestalten: Eine &#228;u&#223;ere Gestalt, die seine oberfl&#228;chliche nicht essentielle Natur ausdr&#252;ckt und die rupa genannt wird. Im Fall eines Verstandes im Zustand dhyanas ist sein rupa das pratyaya oder der Gegenstand der Meditation. Durch diesen findet der Verstand Ausdruck. Sein svarupa aber ist das Rest-Bewusstsein seines eigenen Handelns, seine Rolle im Vorgang dhyanas ist essentiell die subjektive Natur des Verstandes, bzw. der Psyche. Dieses Rest-Bewusstsein wird zusehends schw&#228;cher, wenn dharana in dhyana &#252;bergeht und die Konzentration des Verstandes in dhyana zunimmt. Aber es ist, wenn auch schwach, in allen Stadien dhyanas noch vorhanden; und erst, wenn es vollst&#228;ndig verschwindet, geht dhyana in samadhi &#252;ber. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt; text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Verdana; font-size: 10pt; mso-bidi-font-family: 'Lucida Sans Unicode';\"><span style=\"color: #000000;\">Das Wort sunyam bedeutet Leere oder Null, und hier muss es als Null ausgelegt werden, denn es geht darum, das restliche Gewahrsein seinr selbst bis zu dem Punkt zu vermindern, wo es verschwindet, und nicht darum, das Denken bis zur<span style=\"mso-spacerun: yes;\">\u00a0 <\/span>&#228;u&#223;ersten Grenze zu entleeren. Im Gegenteil, da die Gegenst&#228;nde der Meditation fortfahren, den Verstand vollkommen zu erf&#252;llen, kann es nicht in\u00a0 Frage kommen, den Verstand leer zu machen. svarupa sunyam bedeutet daher, das Gewahrsein seiner selbst, die subjektive Rolle des Verstandes bis zur &#228;ussersten Grenze herabzusetzen. Damit der Sch&#252;ler sich aber nicht vorstellt, dass svarupa tats&#228;chlich verschwindet, wenn samadhi an die Stelle von dhyana tritt, setzt der Verfasser das Wort Iva hinzu, das &gt;&gt;als ob&lt;&lt; bedeutet. svarupa scheint nur zu verschwinden, aber es verschwindet nicht wirklich, denn es zeigt sich sofort wieder, wenn samadhi endet. Das scheinbare Verschwinden des Gewahrseins seiner selbst bedeutet nur die Aufl&#246;sung der Subjekt-Objekt-Beziehung und ihre Verschmelzung im Bewusstsein. <\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt;\"><span style=\"font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;; font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt;\"><span style=\"font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;; font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"line-height: 14.25pt;\"><span style=\"font-family: &quot;Lucida Sans Unicode&quot;; font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"margin: 0cm 0cm 0pt;\"><span style=\"font-family: Times New Roman; font-size: small;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8212; der K&#214;NIGLICHE YOGA<br \/>\nDie h&#246;chste Stufe des Yoga ist RAYA-YOGA, der sich mit den selbstgelenkten letzten Stufen der menschlichen Evolution befasst, die ihre Kr&#246;nung in der Befreiung, im &#220;berschreiten aller menschlichen Beschr&#228;nkungen und T&#228;uschungen finden. 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