{"id":4030,"date":"2009-04-17T09:34:17","date_gmt":"2009-04-17T08:34:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/?p=4030"},"modified":"2009-08-24T12:09:10","modified_gmt":"2009-08-24T11:09:10","slug":"metalle-im-ayurveda","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/2009\/04\/metalle-im-ayurveda\/","title":{"rendered":"Metalle im Ayurveda"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/synthese.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-4030];player=img;\"><\/a>\u00a0<a href=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/metalle-im-ayurveda.jpg\" rel=\"shadowbox[sbpost-4030];player=img;\" title=\"metalle-im-ayurveda\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-4054\" title=\"metalle-im-ayurveda\" src=\"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/metalle-im-ayurveda-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #ffcc00; font-size: x-small;\"><span style=\"font-size: small;\"><br \/>\n<span style=\"color: #800000;\">Metalle im Ayurveda<\/span><\/span><\/span><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Zwei Gr&#252;nde machen das Thema &#8218;Metalle im Ayurveda&#8216; besonders interessant. Einerseits stellen Metalle den Grundstoff f&#252;r eine Gruppe von au&#223;ergew&#246;hnlichen Ayurveda-Pr&#228;paraten dar, die eine gro&#223;e Reihe von Vorz&#252;gen aufweisen. Andererseits kommt in Fachkreisen immer wieder die Diskussion auf, ob Schwermetalle in ayurvedischen Produkten enthalten seien und ob diese in einer sch&#228;dlichen oder unbedenklichen Form vorliegen.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><!--more--><br \/>\n<strong>Entwicklung der medizinischen Alchemie in Indien<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Die <\/span><span style=\"color: #000000;\">Verwendung von Metallen zu medizinischen oder rituellen Zwecken hat in Indien eine langeTradition. Verschiedene vorchristliche Texte geben eine vage Auskunft dar&#252;ber. Im Ayurvedajedoch geschieht die vollkommene Entfaltung dieser Kunst erst nach der klassischen Zeit, n&#228;mlichim sog. indischen Mittelalter. <\/span><span style=\"color: #000000;\">Besonders buddhistische Forscher sollen auf der Suche nach&#8217;gewaltfreien&#8216; Alternativen zur invasiven Chirurgie dieser Entwicklung Vorschub geleistet haben.Der oft als Gr&#252;nder der indischen Alchemie bezeichnete Buddhist Nagarjuna behauptete: &#8218;Ichmache die ganze Welt frei von Armut (und Krankheit) durch meine Errungenschaften in derAlchemie.&#8216; Er verwendete haupts&#228;chlich Quecksilber. &#196;hnlich wie die abendl&#228;ndischenAlchemisten war auch er auf der Suche nach einer M&#246;glichkeit, dieses in Gold zu verwandeln. Sicher motivierten ihn bei der Durchf&#252;hrung der hochaufwendigen Verarbeitungsprozesse mehrereGr&#252;nde. Neben den finanziellen und medizinischen sind die spirituellen besonders interessant. Inden Beschreibungen, wie man Quecksilber in Gold verwandelt, liegen wahrscheinlichverschl&#252;sselte Hinweise verborgen, wie sich der Charakter spirituell reinigen und vervollkommnenl&#228;sst. Historisch gesichert ist, dass die alchemischen Verarbeitungsprozesse Nagarjunas erst ineiner sp&#228;teren Entwicklungsphase des Ayurveda in dessen Therapiesystem aufgenommenwurden. Ungesichert hingegen, aber vielversprechend ist das Lebensalter des Nagarjuna: Er soll dank seiner Kunst mehrere hundert Jahre alt geworden sein.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Bedeutung der alchemischen Pr&#228;parate im Ayurveda<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Heutzutage stellt die Herstellung und Verwendung von Pr&#228;paraten, die nach urspr&#252;nglich alchemischen Verfahren hergestellt sind, einen selbst&#228;ndigen Teilbereich des Ayurveda dar (rasashastra).<br \/>\nDie Pr&#228;parate (rasaushadha) sind eine eigene Arzneimittelgattung und weisen ein breites Einsatzspektrum auf. Besonders wirksam sind sie bei schweren Erkrankungen. In Europa ist kaum bekannt, dass sie in Nordindien pflanzliche Pr&#228;parate in ihrer Bedeutung sogar an den Rand dr&#228;ngen.<br \/>\n<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Bei der Definition von rasa-shastra ist die Abgrenzung gegen&#252;ber den rein pflanzlichen Pr&#228;paraten ausschlaggebend: Als Grundsubstanzen werden haupts&#228;chlich Metalle und Minerale verwendet, allen voran das Quecksilber (rasa), von dem die Wissenschaft ihren Namen erhalten hat. Aber auch Tierprodukte kommen zum Einsatz. Die Verarbeitung der <\/span><span style=\"color: #000000;\">meist toxischen Grundsubstanzen ist sehr aufwendig. Es dauert Wochen, teilweise Monate, gar Jahre bis aus der urspr&#252;nglich sch&#228;dlichen eine medizinisch hochwirksame Form entstanden ist, die vom menschlichen K&#246;rper verwertet werden kann. Es handelt sich um <\/span><span style=\"color: #000000;\">wiederholte Verreibungs- und Veraschungsprozesse unter Verwendung von Hitze (Kalzinierung). Dabei werden immer<br \/>\norganische, also pflanzliche und tierische Stoffe als Zus&#228;tze verwendet. Es hei&#223;t sogar, das die inorganischen Grundsubstanzen, also Metalle und Minerale, lediglich der Potenzierung der Heilpflanzenwirkung dienen. Das Endprodukt der Verarbeitung ist eine feine Asche (bhasma), die oft zu Tabletten (vati) gepresst wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #ffcc00; font-size: x-small;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">Die Herstellungsrichtlinien finden sich in einer kaum &#252;berschaubaren Masse an alter Sanskrit-Literatur. <\/span><\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">In der Moderne wurden sie f&#252;r die wichtigsten rasa-Pr&#228;parate von der indischen Regierung in der AFI (Ayurvedic Formulary of India) standardisiert. Bei der Verarbeitung ist h&#246;chste Pr&#228;zision und strenge Einhaltung der Richtlinien erforderlich, da ansonsten toxische Wirkungen nicht auszuschlie&#223;en sind. Die alten Texte stellen in diesem Zusammenhang wiederholt hohe ethische Anforderung an den Alchemisten, was auch f&#252;r die heutigen Hersteller gelten sollte. In seinen Potenzierungsprozessen gleicht rasa-shastra der Hom&#246;opathie. Und historisch gesehen lie&#223;e sich die alchemische Forschung als Vorl&#228;ufer der modernen chemisch orientierten Pharmazie bezeichnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Vorteile alchemischer Pr&#228;parate<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">&#8218;Man braucht nur geringe Mengen, der Geschmack ist neutral und sie f&#252;hren in k&#252;rzester Zeit zur Genesung &#8211; deswegen sind alchemische Mittel (anderen Pr&#228;paraten) &#252;berlegen.&#8216; So fasst ein klassischer Text die Vorteile von rasa-Pr&#228;paraten zusammen. Besonders im Vergleich zu pflanzlichen Mitteln sind diese Aussagen treffend. Pflanzenpr&#228;parate m&#252;ssen meist in gr&#246;&#223;eren Mengen und &#252;ber einen langen Zeitraum verabreicht werden. Und wer kennt nicht den Nachteil ihres Geschmacks? Zudem brauchen sie eine gewisse Zeit bis sie ihre Wirkung entfalten. Bei den rasa-Pr&#228;paraten hingegen loben die Ayurveda-&#196;rzte vor allem ihre Effektivit&#228;t. Besonders bei schwerwiegenden Krankheiten bieten sie eine ayurvedische Alternative zu schulmedizinischen<br \/>\nMedikamenten. Und sie gelten &#8211; bei richtiger Herstellung und Dosierung &#8211; als fast nebenwirkungsfrei. Ein weiterer Vorteil besteht in ihrer Einsatzweise. Sie k&#246;nnen symptombezogen eingesetzt werden, ohne wie bei den Heilpflanzen die differenzierte Wirkdynamik beachten zu m&#252;ssen. Zudem sind sie lange haltbar (4 Jahre); ja, es wird sogar beschrieben, sie w&#252;rden &#8211; wie ein guter Wein &#8211; mit zunehmendem Alter an Qualit&#228;t gewinnen. Nicht zuletzt sch&#252;tzt der Einsatz von rasa-Pr&#228;paraten die in S&#252;dasien zunehmend bedrohten Heilpflanzenbest&#228;nde.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Herstellung<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Der einzige Nachteil von rasa-Pr&#228;paraten scheint in der aufwendigen Herstellung zu liegen. Und genau diese ist entscheidend. Alle genannten Vorteile stellen sich nur dann ein, wenn die Pr&#228;parate m&#246;glichst exakt gem&#228;&#223; klassischer Vorschriften hergestellt werden. Nur dann k&#246;nnen Jahrhunderte klinischer Erfahrung f&#252;r Erfolg und Unbedenklichkeit garantieren. Um die Elaboriertheit der Herstellungsverfahren zu beschreiben, zeichnen wir exemplarisch diemVerarbeitung einer metallischen Grundsubstanz (Eisen) nach, die per se noch nicht einmal toxisch ist. Es handelt sich um moderne Richtlinien (AFI) auf klassischer Grundlage (Rasa-tarangini). Die Herstellung von alchemischer Eisenasche (loha-bhasma) erfolgt gem&#228;&#223; dem allgemeinen Vorgehen bei der ayurvedischen Metallverarbeitung in zwei Stufen: 1. Reinigung (shodhana) und 2. Veraschung (marana).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Reinigung<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Zu Beginn des Reinigungsprozesses werden grobstoffliche Unreinheiten beseitigt und das Eisen aus der Bindung (Erz) mit anderen Substanzen gel&#246;st. Diese Stufe k&#246;nnte man als chemischphysikalische Reinigung bezeichnen.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; color: #000000; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Die Besonderheit der ayurvedischen Verarbeitung liegt in der sog. &#8218;medizinischen Reinigung&#8216;. Diesem <\/span><span style=\"color: #000000;\">zielt darauf ab, ungew&#252;nschte Wirkungen des Metalls zu beseitigen und die positiven medizinischen Wirkungen freizulegen und zu potenzieren. Dazu werden Metalle in Form d&#252;nner Folien gl&#252;hend hei&#223; erhitzt und in verschiedene Fl&#252;ssigkeiten getaucht, also mit organischen Substanzen impr&#228;gniert. Bei der gl&#252;henden Eisenfolie sind es jeweils sieben Tauchprozesse in Sesam&#246;l, verd&#252;nntem Kuhmilchjoghurt, Kuhurin, einer besonderen Essigsorte (Kanji) und einem Dekokt aus dem Samen einer H&#252;lsenfrucht (Dolichos biflorus). In der n&#228;chsten Stufe (spezielle Reinigung) wird die Impr&#228;gnation mit organischen Substanzen intensiviert. Mithilfe von Verdunstungs- und Zerreibungsprozessen (Trituration) mit Pflanzenabsud in M&#246;rsern &#252;berf&#252;hrt man die Metalle in eine pulverisierte Form. Sie nehmen dadurch die Qualit&#228;ten der Pflanzen an und werden auf die Veraschung vorbereitet. Zur Herstellung der Eisenasche verwendet man den Absud dreier ber&#252;hmter Fr&#252;chte (Triphala), um die Vielzahl von Zerreibung-, Verdunstungs- und Kochprozessen durchzuf&#252;hren. Auch Aloe vera oder Kuhurin kommen zum Einsatz. Diese Prozesse dauern bei vollst&#228;ndiger Durchf&#252;hrung Wochen bis Monate.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Veraschung<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Auf die Reinigung folgt die Veraschung (marana, w&#246;rtlich &#8218;t&#246;ten&#8216;). Dieser Verarbeitungsschritt dient dem &#8218;Abt&#246;ten&#8216; aller ungew&#252;nschter Eigenschaften und der optimalen Entfaltung der gew&#252;nschten medizinischen Wirkungen. Auch hierbei spielt die Impr&#228;gnation mit organischen Stoffen eine wichtige Rolle. Nach klassischem Verst&#228;ndnis ist <\/span><span style=\"color: #000000;\">die urspr&#252;ngliche Grundsubstanz dann &#8218;verstorben&#8216;, d.h. sie hat sich v&#246;llig verwandelt. Der entscheidende Faktor in dieser Phase ist die wiederholte Zufuhr von Hitze (Kalzination).<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Die gereinigten Metallpulver werden also erneut mit Pflanzens&#228;ften oder -dekokten in M&#246;rsern zerrieben bis eine Paste entsteht (das Wasser ist verdampft). Mit pflanzlichen Bindemitteln formt man &#8218;K&#252;chlein&#8216; (cakrika), die man unter Sonneneinwirkung trocknen l&#228;sst, danach in eine t&#246;nerne Schale legt, die mit einer gleichgeformten anderen Schale abgedeckt und mit frischem Ton luftdicht verschlossen wird. In eine Erdgrube werden getrocknete Kuhdungfladen gef&#252;llt und in deren Mitte die t&#246;nernen Gef&#228;&#223;e (puta) verstaut. Der entz&#252;ndete Kuhdung entfacht gleichm&#228;&#223;ige Hitze von allen Seiten. Ist der Dung nach mehreren Stunden ausgebrannt und das Gef&#228;&#223; abgek&#252;hlt, entfernt man die Tonschalen und zerreibt erneut den gebackenen Inhalt mit geeigneten Fl&#252;ssigkeiten.<br \/>\nDieser Prozess wird sehr h&#228;ufig wiederholt, bis feinste Aschen (bhasmas) entstanden sind. F&#252;r die verschiedenen Grundsubstanzen sind unterschiedliche Zusatzstoffe und Anzahlen der Verarbeitungswiederholungen vorgeschrieben.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Zur Herstellung von Eisenasche verwendet man f&#252;r die Zerreibung Dreifruchtdekokt. Die Veraschungsprozesse wiederholt man mindestens 60 mal. Bis zu 1000mal wird empfohlen, um die Wirkung zu steigern. Am Ende wird das Pulver noch einmal mit Dreifrucht-Dekokt angereichert und Hitze ausgesetzt bis alle Feuchtigkeit verdunstet ist. Am Ende ist die Asche schwarz. Sie sollte in einem Glasbeh&#228;lter aufbewahrt werden. Ihre Dosierung betr&#228;gt 125-250mg 1-2x t&#228;glich.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>klassische Qualit&#228;tstests<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Zur Bestimmung der G&#252;te medizinischer Aschen werden von <span style=\"text-decoration: underline;\">den ayurvedischen Klassikern<\/span> mehrere Testverfahren beschrieben. Zwei davon sind auch f&#252;r den Laien leicht durchf&#252;hrbar. 1. Die Asche muss so fein sein, dass sie auf der Wasseroberfl&#228;che schwimmt. Bei Eisenasche ist dies\u00a0allerdings nicht m&#246;glich; andere aufwendige Verfahren sind hier notwendig. 2.Wird die Asche zwischen den Fingerbeeren zerrieben und danach von der Hand gesch&#252;ttelt, so muss eine Spur davon in den feinen Hautrillen haften bleiben. Ferner m&#252;ssen die Aschen ihren metallischen Schimmer verloren haben und d&#252;rfen keinen spezifischen Geschmack mehr aufweisen. <\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Schwermetallbelastung ayurvedischer Pr&#228;parate<\/strong><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Wurden die Metalle auf die oben beschriebene Weise medizinisch gereinigt und in der vorgeschriebenen Dosierung verabreicht, so sind sie nach ayurvedischem Verst&#228;ndnis unsch&#228;dlich. Werden die Richtlinien allerdings nicht eingehalten, so entstehen sch&#228;dliche Nebenwirkungen, die auch im Ayurveda detailliert beschrieben werden.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">F&#252;r ganz Indien ist in den letzten zweieinhalb Jahrzehnten nur eine statistisch unsignifikante Zahl von F&#228;llen belegt, in denen Schwermetallsch&#228;den bei der Einnahme ayurvedischer Pr&#228;parate verzeichnet wurden. Und dies trotz des gro&#223;fl&#228;chigen Einsatzes quecksilberhaltiger Pr&#228;parate.<br \/>\nAllerdings ist die Studienlage diesbez&#252;glich alles andere als w&#252;nschenswert. Indische Ayurveda&#196;rzte, die seit Jahrzehnten mit diesen Pr&#228;paraten arbeiten, beschw&#246;ren ebenfalls ihre Unsch&#228;dlichkeit. Mir ist pers&#246;nlich eine kleinere private Studie mit ca. 25 Patienten von unterschiedlichen chronischen Erkrankungen bekannt, die mindestens ein Jahr rasa-Pr&#228;parate eingenommen haben. Meist war die Ausgangssubstanz dieser Pr&#228;parate Quecksilber. Da Leber und Niere besonders von Schwermetallensch&#228;den betroffen sind, wurde deren Funktion laborchemisch bei den Probanden untersucht (Serum-Creatinin und Transaminasen). Kein Patient wies Normabweichung auf. Der behandelnde Arzt ist bei der Wahl der Hersteller der Pr&#228;parate sehr kritisch und verabreicht bei vorgesch&#228;digter Leber oder Niere niemals rasa-Pr&#228;parate.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>moderne Qualit&#228;tstest<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Die zwingende Frage bleibt allerdings: Reichen diese Informationen aus, um den uneingeschr&#228;nkten Konsum dieser Pr&#228;parate zu bef&#252;rworten? Vereinzelte Studien aus Industrienationen kommen zu einem &#8218;Nein&#8216;. <\/span><span style=\"color: #000000;\">Es seien tats&#228;chlich Schwermetalle in ayurvedischen Pr&#228;paraten gefunden worden. Dies k&#246;nnte mehrere Gr&#252;nde haben. Einerseits steigt die weltweite Nachfrage an ayurvedischen Pr&#228;paraten, was schnelle und unsaubere Herstellungsverfahren einzelner pharmazeutischer Betriebe in S&#252;dasien beg&#252;nstigt, die sich aus Gewinnsucht nicht an die aufwendigen klassischen Vorschriften halten. Andererseits schreitet die Umweltverschmutzung in<br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">S&#252;dasien voran, so dass Rohdrogen belastet sein k&#246;nnten. Dies ist am ehesten bei den rein pflanzlichen Pr&#228;paraten m&#246;glich, die nicht unter<span style=\"text-decoration: underline;\"><strong> <\/strong>rasa-shastra-Gesichtspunkten<\/span> verarbeitet wurden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Erkl&#228;rungsm&#246;glichkeiten<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\">Doch nicht zuletzt mag es an den Untersuchungsmethoden der Studie selbst liegen. Vorschnelle Schl&#252;sse aus Laboruntersuchungen von ayurvedischen rasa-Pr&#228;paraten zu ziehen, die nur auf analytischer Chemie beruhen, sind zu vermeiden. So viel ist sicher: In pflanzliche Pr&#228;parate geh&#246;ren gar keine Metalle! Bei den rasa-Pr&#228;paraten sind sich Ayurveda-Vertreter allerdings uneins, ob die Grundmetalle bei richtiger Herstellung im Endprodukt noch vorhanden sind oder nicht. Mithilfe der analytischen Chemie sollte man in der Lage sein, beide F&#228;lle zu kl&#228;ren. Einig sind sich die Ayurveda-Vertreter jedoch, dass Metalle in den rasa-Pr&#228;paraten h&#246;chstens in einer f&#252;r den menschlichen K&#246;rper unsch&#228;dlichen Form vorliegen. Dies nachzuweisen, ist mit denMethoden der analytischen Chemie allein nicht einfach.<br \/>\nBesteht doch die M&#246;glichkeit, dass die Metalle mit anderen Stoffen Komplexe bilden und ihre Wirkung ver&#228;ndern. Ein plakatives Beispiel: Natrium ist ein hoch reagibles Metall und Chlor ein t&#246;dliches Gift, was man von Kochsalz, dem Natriumchlorid, keinesfalls behaupten kann. Besonders interessant w&#228;re zu pr&#252;fen, ob die organischen Stoffe (vor allem Amla = Emblica officinalis), die so aufwendig mit den Metallen verarbeitet werden, nicht eine sch&#252;tzende Wirkung haben k&#246;nnten, die die negativen Wirkungen von Metallen unterbinden und ihre schnelle Ausscheidung erm&#246;glichen. Solche sog. &#8218;Chelatbildner&#8216; werden auch in der Schulmedizin zur Behandlung von Schwermetallvergiftungen eingesetzt.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Letztendlich l&#228;sst sich die Wirkung von rasa-Pr&#228;parate nur am Patienten selbst beurteilen. W&#252;nschenswert w&#228;ren objektive Studien, die die positiven Langzeitwirkungen der rasa-Pr&#228;parate\u00a0belegen und erkl&#228;ren k&#246;nnten. Ebenso gewissenhaft sollten Patienten, die rasa-Pr&#228;parate einnehmen, engmaschig auf eventuelle toxische Fr&#252;hsymptome untersucht werden. Sind diese nachweislich durch die Pr&#228;parate aufgetreten, so sind die einzelnen Herstellungsverfahren streng zu &#252;berpr&#252;fen und die Hersteller zur Rechenschaft zu ziehen.<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong><\/span><span style=\"color: #000000;\">Da die rasa-Pr&#228;parate Risiken bergen, wenn sie nicht ordnungsgem&#228;&#223; hergestellt werden, so d&#252;rfen sie nur verordnet werden, wenn sie von seri&#246;sen Anbietern stammen. Dies k&#246;nnen lediglich Spezialisten beurteilen, so dass sie auf keinen Fall vom Patienten in Eigenregie eingenommen werden sollten (Internet- oder andere Versandhandel, unautorisierte L&#228;den). Fragen Sie einen erfahrenen Ayurveda-Spezialisten, der die Pharmalandschaft in S&#252;dasien kennt. W&#252;nschenswert w&#228;re, von den Importeuren Zertifikate und Laboranalysen zu bekommen, doch diese sind z.Zt. so kostenaufwendig, dass sie das Endprodukt f&#252;r den Verbraucher unerschwinglich machen w&#252;rden.<br \/>\nTrotz dieser Vorbehalte sind die Jahrhunderte klinischer Erfahrung mit den rasa-Pr&#228;paraten des Ayurveda vor allem bei schwerwiegenden und chronischen Erkrankungen so vielversprechend, dass man im Sinne der Patienten nicht auf sie verzichten darf. Vielmehr sollten durch eine erh&#246;hte Nachfrage und intensive Erforschung dieser au&#223;ergew&#246;hnlichen Mittel optimale Herstellungsverfahren erwirkt werden, die die gro&#223;fl&#228;chig sichere Einnahme garantieren w&#252;rden.<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva;\"><span style=\"font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\"><strong>empfohlene Literatur<\/strong><br \/>\n<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-size: xx-small;\">&#8211; Bhagwan Dash: Alchemy and Metallic Medicine in Ayurveda. Concept Publishing Company, New Delhi, 1986.<br \/>\n&#8211; Government of India: The Ayurvedic Formulary of India (AFI). Government of India Press, Delhi, 1978.<\/span><br \/>\n&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: xx-small;\"><span style=\"color: #000000;\">Ver&#246;ffentlicht im Magazin CoMed 2006 sowie im Ayurveda-Jounal 2006 Autor Elmar Stapelfeldt Leiter des Fachbereichs Ayurveda-Medizin an der Europ&#228;ischen Akademie f&#252;r Ayurveda sowie Leiter einer eigenen Ayurveda-Naturheilpraxis in Dresden<\/span><\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-size: large;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana,geneva; font-size: x-small;\"><span style=\"color: #000000;\">\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0<\/p>\n<p>Metalle im Ayurveda\u00a0<\/p>\n<p>Zwei Gr&#252;nde machen das Thema &#8218;Metalle im Ayurveda&#8216; besonders interessant. Einerseits stellen Metalle den Grundstoff f&#252;r eine Gruppe von au&#223;ergew&#246;hnlichen Ayurveda-Pr&#228;paraten dar, die eine gro&#223;e Reihe von Vorz&#252;gen aufweisen. Andererseits kommt in Fachkreisen immer wieder die Diskussion auf, ob Schwermetalle in ayurvedischen Produkten enthalten seien und ob diese in einer sch&#228;dlichen oder unbedenklichen [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4030"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4030"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4030\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4030"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4030"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.deinayurveda.net\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4030"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}