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ayurvedische Reinigungsmaßnahmen
Nachstehend angeführte Maßnahmen eignen sich um den Stoffwechsel anzukurbeln, den Körper von Giften und Schlacken (ama) zu befreien, oder aber auch als Maßnahme vor einer Ayurveda Kur.
Generell ist es auch bekömmlich für den Körper immer wieder einmal der Regeneration und Aufbau Augenmerk zu schenken. Auch in Hinblick auf die Ernährung nach den jeweiligen Bedürfnissen in den vier Jahreszeiten, bzw. Lebensalter (vgl. Beitrag Ayurveda).
panchatantra
Klaus K. Klostermaier, emerierter Professor des Oxford Centre for vaishnava and hindu studies.
Indian Raga – The Sound of India
Nur so war und ist es heute noch möglich, die traditionellen Stile und Musikformen über Jahrhunderte hinweg zu bewahren.
Seit mehr als zweitausend Jahren befaßt sich die Musiktheorie Indiens und des Abendlandes (natürlich auch anderer Kulturen) mit dem Intonationssystem ihrer Musik, und beiden Kulturen ist das Konsonanzprinzip zur Bildung von Tonleitern gemeinsam. Als wichtigstes Konsonanzprinzipwird dabei die Oktave (2/1 oder 22 shrutis), die reineQuinte (3/2 oder 13 shrutis) und deren Umkehrung, die reine Quarte (4/3 oder 9 shrutis) angesehen. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Kulturen liegt darin, daß im Abendland (wie auch in der chinesischen und arabischen Musiktheorie) arithmetische Proportionen der Skalenbildung zugrunde liegen, während Indien eine topologische Sichtweise bevorzugt, d. h. die Intervalle werden durch ihre Lage und Anordnung im Oktavraum bestimmt.
Anders ausgedrückt entspricht das Eine (Abendland) einem wissenschaftlich logischen und analytischen Denkansatz, das Andere (Indien) mehr einem ganzheitlichen, intuitivem Empfinden.
Deshalb findet sichauch in keiner der frühen musiktheoretischen Schriften Indiens (sangit shastra) irgend ein Hinweis auf die Definition von rationalen Intervallverhältnissen, die als Grundlage zur Skalenbildung von Ragas dienen könnten. Stattdessen liegen Intervallbestimmungen vor, die sich einzig darauf beziehen, was das Ohr, der Gehörsinn als musikalisch stimmig empfindet. Das indische Musiksystem ist im Laufe seiner langen Geschichte eng mit der vedischen Philosophie verflochten, und die Aufzeichnung der Musiktheorie wird denselben rishis (Weisen) zugeschrieben, die die Hymnen der Veden und die philosophischen Konzepte der Upanishaden niederschrieben.
Eine musiktheoretische Abhandlung des 13. Jahrhunderts (sangit-ratnakar) führt erst umfassend in organische und esoterische Anatomie (Entstehungsgeschichte des menschlichen Organismus aus metaphysischer und physiologischer Sicht), in psychoakustische und energetische Aspekte (wie z. B. Chakren und Meditation) und in das Phänomen des universellen Klanges nada ein, bevor überhaupt die musiktheoretischen Grundlagen behandelt werden.
Bereits zu Beginn der christlichen Ära, wenn nicht sogar früher, entstehen in Indien musiktheoretische Texte von höchster Brillianz, geschrieben oder zusammengefaßt von Autoren wie Bharata (natya-shastra) und Dattila (dattilam), die zur Intonation, zu Struktur, Form und Aufführungspraxis von Ragas Stellung nehmen. In diesen Texten sind u. a. Experimente beschrieben, bei denen mit zwei mehrsaitigen und gleichgestimmten Saiteninstrumenten (vina) durch ein systematisches Einstimmen in Quint-, Quart- und Terzintervallen die 22 shruti-Positionenerhalten werden. Noch heute stützen sich Musiktheorie und Aufführungspraxis in Indien im wesentlichen auf dieses Modell.
Ein mehr rationaler Ansatz, der die harmonikalen Intervallverhältnisse im Ragasystem untersucht, entwickelte sich in Indien gegen Ende des letzten und Anfang dieses Jahrhunderts unter dem Einfluß der englischen Kolonialherrschaft. Indische und westliche Musikwissenschaftler und Theoretiker sind seither darum bemüht, die „legendären“ 22 shrutis (Intervallschritte pro Oktave) in ein rationales harmonikales System oder Modell zu übertragen.
In diesem Sinne, zur gleichen Zeit wurde damit begonnen den traditionellen indischen Tanz zu bewahren, in seiner Ursprünglichkeit zu finden/zusammenzufassen und sich als Kultur und Eigenständigkeit gegenüber zeitgenössischer Strömungen und Missverständnisse behaupten („bollywood“) zu können, – und somit für künftige Generationen bewahrt werden.
Dieser Beitrag soll sich auf Struktur und Inhalt der Aufführungspraxis nordindischer Ragas der jüngeren Vergangenheit beschränken, mit einem zum Verständnis notwendigen Rückblickauf Geschichte und philosophische Überlieferung.
Indische Instrumentalmusik und die „voice culture“ (Stimmbildung) des klassischen Gesanges orientieren sich an einem obertonreichen Grundklang, der im klar definierten Klanggewebe der Tanpura seinen Ausdruck findet. Auf dieser Basis können die Musiker in Indien einenäußerst verfeinerten Sinn für Intonation im melodischen Ablauf entwickeln.
Wie können wir also das Phänomen „Raga“ erfassen? Wie unterscheidet sich ein Raga vom bloßen Tonvorrat einer modalen Leiter, und was drückt er dadurch inhaltlich aus? Stehen dahinter universelle Gesetzmäßigkeiten, oder ist dieses Phänomen nur innerhalb der indischen Kultur zu verstehen? Da es sich hierbei um ein äußerst komplexes Thema handelt, will ich der besseren Übersicht wegen die einzelnen Elementegetrennt behandeln, beginnend mit der Obertonstruktur der Tanpura als harmonikale Grundlage indischer Musik, danach die Ableitung der 22 shrutis aus der tonalen Struktur der Obertonreihe. Auf der anderen Seite sollen aber auch, soweit notwendig, ansatzweise die Zusammenhänge zwischen philosophischer Überlieferung, psychoakustischen Gegebenheiten sowie universellen Gesetzmäßigkeiten des indischen Musiksystems aufgezeigt werden.
„Ein Raga ist so etwas wie eine reich verzierte, geschnitzte Tür. Sie ist in sich wohl schön, doch ihr wahrer Wert liegt letztlich darin, daß sie sich öffnen läßt und neue Ausblicke gewährt…. Jedenfalls wird man sich stets bewußt sein, daß ein Raga immer weit mehr enthält als die bloße Geometrie und Abfolge der Töne.“
Der Begriff „Raga“ läßt sich schwerlich direkt übersetzen. Aus der vedischen Philosophie kennen wir das polare Wortpaar raga (anziehende Kraft) und dvesa (abstoßende Kraft) dass sich in Monismus (advaita) aufhebt, und aus psychologischer Sicht betrachtet auch soviel wie Sympathie und Antipathie bedeutet. „Raga“ könnte etwa mit „das was gefällt, oder „das was anziehend wirkt“ übersetzt werden. Es wird auch angenommen, daß der Wortstamm von ranga (Farbe) im Begriff Raga enthalten ist, da den sieben grundlegenden Tönen der modalen Skala unterschiedliche Farben zugeordnet sind, und die 22 shrutis stellen sozusagen farbliche Schattierungen dieser Töne (Chakrenlehre) dar. Wir können uns deshalb leicht vorstellen, daß mit einer bestimmten Auswahl dieser shruti-Farbtöne Raga-Klangbilder auf die musikalische Leinwand gemalt werden können, welche sich auf den emotionalen Zustand der Zuhörer auswirken, „ihren Geist, ihre Seele färben“ können. In den Ragamala-Paintings werden Ragas, oder vielmehr deren Charaktereigenschaften und psychologischer Gehalt visuell dargestellt, ähnlich den verschlüsselten Bildern der mittelalterlichen Alchemie.
Tantra, Raga, Yantra: …. Jeder Klangschwingung läßt sich ein visueller Aspekt zuordnen. Nehmen wir, wie es > Johannes Kepler in seiner Weltharmonik (Buch IV) < angeregt hat, eine gerade gespannte Saite und biegen sie zu einem Kreis, indem die beiden Enden zusammengebracht werden, dann läßt sich mittels der harmonikalen Teilung der Saite eine dem Kreis einbeschriebene geometrische Figur darstellen. Übertragen auf die Intervalle der Tanpura entspricht die ganze Saitenlänge, also der tiefere Grundton, dem vollen Kreis. Der halbe Kreis ergibt die Oktave. Die Dreiteilung des Kreises führt zur Quinte (im Kreis entsteht ein gleichschenkliges Dreieck) und mit der Vierteilung erhalten wir die Quarte (das Quadrat im Kreis):
„Die tantrische Lehre Indiens bedient sich dieser geometrischen Grundelemente, Yantras genannt, zur Meditation und Kontemplation: „Yantras sind visuelle Meditationshilfen, die entweder der Zentrierung dienen oder in symbolischer Form die Struktur der Energiemuster einer Gottheit wiedergeben.“
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1 Prime, Raum, Ursprung, in sich ruhend, alles in sich fassend (Aspekt der Konjunktion)
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2 Oktave (Aspekt der Opposition)
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3 Quinte, Feuer, Dynamik, auch Gleichgewicht (Trigon)
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4 Quarte, Erde, statisch, Struktur, fest (Quadrat) Auch Johannes Kepler hat diese Formen als geometrische Archetypen erkannt und einen Zusammenhang zwischen astrologischen Aspekten und musikalischen Intervallen hergestellt. So lassen sich z. B. aufgrund der bekannten astrologischen Aspekte den entsprechenden Intervallen charakteristische Eigenschaften zuordnen…
arthavaveda
Aus archäologischen Funden weiss man, dass ayurveda zu den frühen Städten Mohenjo-Daro und Harappa zurückverfolgt werden kann, die in dem als Tal des Indus bezeichneten Gebiet liegen. Bei einem Volk, das die Bezeichnung „Arier“ trug, war zu dieser Zeit eine Heilmethode verbreitet, die sich hoch entwickelter Arzneien pflanzlichen, tierischen und mineralischen Ursprungs bediente. Der Rgveda, die älteste bekannte Schrift der arischen Zivilisation, enthält eine Fülle an Hinweisen auf Pflanzen und Kräuterarzneien. Die Konzepte von agni und soma – Grundkonzepte für die späteren medizinischen Theorien von Verdauung und Fortpflanzung – werden in dieser alten, in metrischen Versen verfassten Schrift ebenfalls eingehend erörtert.
Mantra
Shabda als Klang brahmans und somit als Solches brahmandas ist als Manifestation chit-shaktis an sich zu verstehen.
Mudra
Der Terminus mudra leitet sich von der Wurzel mud (bitten) ab, und ist eine Form upasanas und so benannt, da durch diese Freuden, Wohlbehagen durch deva(ta)s erfahren werden.
YANTRA – Instrument der Meditation
Yantra ist in seiner allgemeinen Bedeutung als meditatives Instrument zu sehen, oder etwas Vollkommenes. Ein Objekt in der Tantra/Yogaausübung, auf welches sich der Geist („mind“ ist in der englischen Übersetzung das treffendere Wort) zu fixieren vermag. Yogini tantra sagt, dass „Devi“ entweder durch pratima ( /ab/Bild), mandala oder yantra „verehrt“ werden sollte.
pancha karma
Ayurvedische Reinigungs- und Regenerationstherapie
Der Name pancha karma leitet sich von den sanskritworten „panch“ für fünf und „karma“ für Handlung ab. Damit wird eine Jahrhunderte alte Ausleitungstherapie der ayurvedischen Medizin bezeichnet, deren Wirkung in der Harmonisierung der doshas – der Bioenergien – liegt.
pancha kosha – paingala upanisad
Die fünf Hüllen (paingala upanisad) – eine Reise durch nyasa und yoga nidra
(Ergänzung zum Beitrag Ayurveda und Beitrag Yoga, vgl. Kategorie yoga, ayurveda)
Mahakavisrisomadevabhattaviracitah
W E L T E I
KATHASARITSAGARA I – dvitiyas tarangah
tato mamÄtibÄlasya
pitÄ pañcatvam Ägataḥ |
atiṣṭhad vardhayantÄ tu
mÄtÄ mÄṃ kṛcchrakarmabhiḥ |32|
32. Als ich noch viel zu klein war, ist mein Vater in die fünf Elemente zerfallen1. Meine Mutter zog mich unter scheren Mühen auf.
Kommentar:1 in die fünf Elemente (pañcatva) zerfallen = gestorben
Die fünf Elemente (mahÄbhūta/dhÄtu) sind:
- pṛthivÄ – Erde
- ap – Wasser
- tejas – Feuer
- vÄyu – Wind
- ÄkÄśa – Äther
(vgl. Kategorie Ayurveda, Beiträge Elemente, dhatus, gunas….)
Pranayam – Yoga und Atmung
Pranayama – Historie, Kontrolle des Atmens, des Lebens
Atem ist im Yoga ein weitläufiges und gewichtiges Thema des ashtanga Pfades eines jeden Praktizierenden vieler Yogarichtungen. Vor allem in den authentischen Zweigen.
Hier ist das deutsche Wort Atmen durchaus auch mit dem Sanskritbegriff „atman“ zu begreifen. Also das innere eigentliche Selbst, wie dessen Gegenstück der meditativen Bewusstseinsebene in der Meditation „Weltenseele“.
In diesem Aspekt wird dann auch die höchste Verwirklichungsstufe verständlich, die ein jeder Mensch erreichen kann.
Ein Wachsen durch die acht Disziplinen des Yoga- darunter pranayama/Atmung – an einem Selbst.
Pranayama fügt sich zusammen aus den Wortbegriffen Prana (Lebenskraft) und Yama (Kontrolle, Steuerung), und ist somit als „Kontrolle der Lebenskraft“ zu verstehen. Prana ist das indische Wort der universalen Lebensenergie, die alles Leben auf der Erde erhält, erfüllt und bedingt.
Die Sinne in der ayurvedischen Therapie
Die Therapie über die Sinne bzw. über die Sinnesorgane im weitesten Sinne ist Grundlage der ayurvedischen Therapie. Dies scheint auf den ersten Blick vielleicht eigenartig. Im Folgenden werde ich versuchen, die Grundzüge der ayurvedischen Therapie und im Besonderen den Einfluss der Sinne auf die Gesundheit, das innere Gleichgewicht und die Doshas zu erläutern.
Begriffe wie Wohlfühlen, sinnlos, gefühllos, geschmackvoll, farbenfroh u.a. sowie Sprüche aus dem „Volksmund“ z.B. „sauer macht lustig“ zeigen, dass auch die moderne westliche Gesellschaft den Zusammenhang zwischen den Sinnen und Gesundheit bzw. innerem Gleichgewicht kennt. Düfte, Farben, der Geschmack usw. werden in vielen Bereichen zum Wohlbefinden und zum Erreichen bestimmter Ziele eingesetzt. Der Einsatz der Sinne in der ayurvedischen Therapie reicht vom Geschmack über den Geruchsinn bis zum Tastsinn. Auf die vielfältigen Möglichkeiten kann im Folgenden nur kurz und auszugsweise eingegangen werden.
F O T O G A L E R I E
Traditionelles Hatha- & (kundalini) Laya Yoga im Shakti-Center
Hier möchten wir die Freude an YOGA mit allen InteressentInnen und künftigen EinsteigerInnen teilen.


